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Christiansens Netzwelt : Verhängnisvolle Vorschläge: Uni-Verbot für Apples Macbook Pro

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Die Autokorrektur des Macbook Pro gilt als Helfer bei Prüfungen – und ist an Unis in einigen US-Bundesstaaten verboten.

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erstellt am 09.Feb.2017 | 09:55 Uhr

„Videochatten?“, fragt ein Nutzer via Messenger. Die Antwort: „Geht nicht, Kanada ist kaputt.“ Hä? Bevor sich der Gesprächspartner hier lange über Sinn und Unsinn dieser Nachricht Gedanken macht, sollte er die Verwirrung einfach weglachen: die Autokorrektur war’s.

Missverständnisse entstehen bei der digitalen Kommunikation häufiger als im persönlichen Gespräch. Aus „hier schneit’s“ wird dann schnell  „hier schreit’s“. Oder eben aus „Kamera“ „Kanada“. Auch ich kenne dieses Eigenleben meines Smartphones – und hoffe stets, dass bei meinem Gesprächspartner mir gegenüber zunächst die Unschuldsvermutung gilt.

Mit der Unschuldsvermutung ist es aber schnell vorbei, wenn es um Schüler und Studenten in Prüfungssituationen geht – schließlich kennt man seine Pappenheimer. Das Handyverbot während der Mathe-Klausur ist seit Jahren gang und gäbe. Jetzt geht es dem Macbook Pro an den Kragen – wegen der Hilfsbereitschaft des Computers.

Apple hat in das neue Gerät die „Touch Bar“ eingebaut. Über die Leiste können per Fingertipp Bilder bearbeitet, Videos vorgespult oder Wortvorschläge übernommen werden. Und genau hier liegt das Problem: In mehreren US-Bundesstaaten, darunter New York und Colorado, fürchten Universitäten, dass die Vorschläge den Prüflingen unerlaubte Vorteile verschaffen könnten – und haben die Geräte für die anstehenden Anwaltsprüfungen verboten.

Aufgrund der Fehlerquote der Automatik mag diese Maßnahme übertrieben klingen. Aber manchmal ist ja auch ein Glückstreffer dabei.

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