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Henckes Netzwelt : „UnReal World“: Ein Spiel von gestern im Jetzt

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Spiel „UnReal World“ erschien erstmals 1992. Nach 24 Jahren ist es in der Zukunft angekommen.

2016, die Menschheit steht am Beginn der Ära der virtuellen Realität, der Augmented Reality und der Dreidimensionalität – nicht nur in Videospielen. Und da denkt sich so ein finnisches Indie-Entwicklerstudio, es könnte mit einem DOS-Spiel, das erstmals 1992 veröffentlicht wurde, endlich den großen Markt erobern. Die Entwicklungszeit bis zur Version 3.3, die seit Freitag auf der Online-Spieleplattform „Steam“ zum Download verfügbar ist, beträgt läppische 24 Jahre.

Doch das Pixel-Feuerwerk in 2D mit atmosphärischer Musik und Bildern bleibt wohl auch nach dieser langen Zeit nur etwas für Hardcore-Fans.

Keine Frage, die Spielidee ist großartig und so hat „UnReal World“ in den vergangenen Jahren eine große Fangemeinde gewonnen. Das Spiel orientiert sich am historischen Finnland der Eisenzeit. Das rundenbasierte Survival-Rollenspiel bietet neun Kulturen. Als Spieler kann man sich zum Beispiel als Abenteurer, Fischer oder Jäger durch die zufällig generierte Taiga schlagen und versuchen zu überleben. Wie man das anstellt, ist weitestgehend dem Spieler überlassen. Von Handel bis zum Krieg mit anderen Kulturen ist alles möglich.

Ob das Indie-Projekt jedoch auch die große Masse begeistern kann, bleibt dann doch abzuwarten. Medial schlägt das DOS-Spiel im Jahr 2016 natürlich große Wellen. Zurecht, denn es ist erfrischend anders, betrachtet man das Verlangen der Entwicklerstudios nach immer besserer Grafik und Auflösung. Dass ein Spiel auch in Bauklötzchenoptik zu überzeugen weiß, hat nicht zuletzt „Minecraft“ bewiesen. „UnReal World“ könnte dann doch zum neuen Retro-Geheimtipp avancieren. Erinnerungen an meine Jugend vor dem 486er sind definitiv wach geworden.

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erstellt am 29.Feb.2016 | 12:38 Uhr

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