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Blu-rays ohne Disc : Ultraviolet: So kommen Filme ins Netz-Archiv

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Zu Hause platzt das Filmarchiv aus allen Nähten, doch unterwegs hat man auf die Blockbuster und Action-Streifen keinen Zugriff. Über Ultraviolet können Blu-ray-Käufer sich ein Filmarchiv im Netz anlegen.

shz.de von
erstellt am 26.Jun.2015 | 12:24 Uhr

Den im Aufwind befindlichen Streaming-Portalen zum Trotz: Optische Speichermedien sind bei Heimkino-Fans immer noch erste Wahl. Nach Angaben des Bundesverbandes Audiovisuelle Medien (BVV) führten DVD und Blu-ray den Heimkino-Markt 2014 mit Einnahmen von mehr als 1,3 Milliarden Euro deutlich an. Im Gegensatz zum Abruf aus dem Netz brauchen hochauflösende Filme auf Scheiben zur Wiedergabe keine große Internetbandbreite und liefern nebenbei auch noch unterschiedliche Tonspuren. Immer öfter finden Käufer von DVDs und Blu-rays in der Hülle des Films neben der Disc auch einen Zugangscode. Die Systeme dahinter heißen Digital Copy oder Ultraviolet und sollen den Film als Datei oder Stream auf Smartphone und Tablet bringen. Eine praktische Möglichkeit, gekaufte Blu-rays auch unterwegs auf mobilen Endgeräten zu schauen. „Beim Kauf einer DVD, Blu-ray oder Blu-ray 3D mit Ultraviolet-Logo wird kostenfrei eine Digitalversion des Films oder der Serie angeboten“, erklärt Guido Randerath, Chefredakteur der Fachzeitschrift „Heimkino“. „Per Einlöse-Code können die Filme in der persönlichen Ultraviolet-Filmsammlung online hinterlegt und jederzeit angesehen werden.“ Das ist die Unterwegs-Lösung ohne Disc.

Alle Neuerscheinungen von Warner Home Video, Twentieth Century Fox Home Entertainment, Universal Pictures Germany und Sony Pictures Home Entertainment sind mittlerweile in der Regel über diese Systeme abrufbar. „Zu den wichtigen Ausnahmen gehören Apple, Disney und Google“, erklärt Matthias Zehden von der „Macwelt“. „Dabei ist UltraViolet kein Anbieter im eigentlichen Sinn, sondern eine Cloud-basierte Rechteverwaltung, auf die Händler und Streaming-Clients zugreifen können.“ Hat man eine Blu-ray mit einer Ultraviolet-Lizenz erworben, so kann man diese prinzipiell auf jeder dazu kompatiblen Plattform nutzen, ohne auf ein Betriebssystem festgenagelt zu sein. „Wechselt man die Plattform, zieht man seine Ultraviolet-Bibliothek mit um“, sagt Zehden. „Dazu sieht der Standard die gemeinsame Nutzung mit bis zu fünf Personen, auf zwölf Geräten und maximal drei gleichzeitig abgespielte Streams vor.“ Ultraviolet lässt sich über zahlreiche Endgeräte wie Tablets, Smartphones und Smart-TVs nutzen. Aufgerufen wird die persönliche Filmsammlung über das eigene Nutzerkonto unter www.myuv.com. „Durch Verknüpfen des Kontos mit einem Streaming- oder Download-Anbieter lässt sich die Filmsammlung anzeigen – und zwar ohne erneutes Anmelden. Besitzt ein Anbieter nicht das Recht, den Film zu streamen oder zum Download zur Verfügung zu stellen, verweist dieser auf eine alternative Quelle“, beschreibt Guido Randerath das Prozedere. Momentan besteht die Möglichkeit, über Videociety, Flixster und Sony Pictures auf die Inhalte von Ultraviolet zuzugreifen.

Matthias Zehden empfiehlt etwa, für die Wiedergabe auf dem iPad die App „Flixster“ zu laden. Hier erscheint nach der Anmeldung in der Rubrik „Meine Sammlung“ automatisch die komplette Bibliothek. Ein Fingertipp auf „Einlösen“ am unteren Bildschirmrand genügt, um Filme in der App hinzuzufügen. „Der Film wird auf das iPad gestreamt, ohne dabei dauerhaft lokal gespeichert zu werden“, erklärt Zehden.

Auf der Blu-ray-Hülle ist vermerkt, wie lange der Code einer digitalen Kopie genutzt werden kann. Speziell wer ältere Scheiben erwirbt, sollte darauf achten. Zehden zufolge sind die Codes nur bis zu drei Jahre lang einlösbar.  

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