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Fligges Netzwelt : Über 3000 Dollar für fünf Disketten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Auf Ebay erzielt das Spiel „Doom 2“ auf 23 Jahre alten Datenträgern einen beachtlichen Kaufpreis.

Was für einen Baum die Jahresringe sind, ist für den Nerd die Anzahl der Datenträger, die er in seinem Leben hat kommen und gehen sehen. Das dachte ich gestern, als ich zwar eine CD in den Händen hielt, aber absolut kein entsprechendes Laufwerk zur Verfügung hatte. Chromebook, Tablet, Smartphone – all das kommt heute ja maximal mit einem USB-Anschluss aus. Nach langem Suchen fand ich dann ein externes Laufwerk, in dem sich sogar noch eine DVD mit uralten Bildern befand. Das hat mich direkt auf eine Zeitreise geschickt.

Disketten, CDs, Mini-Discs, DVDs, Blue-Rays, USB-Sticks – aus Erfahrung kann ich sagen, dass die Halbwertszeit von Datenträgern ziemlich kurz ist. Deshalb bin ich mir auch immer noch nicht sicher, in welcher Form ich die digitalen Foto-Alben der Familie archivieren soll. Dass die Diskette irgendwann noch einmal wiederkommt, ist jedenfalls sehr unwahrscheinlich. Was nicht bedeutet, dass man nicht auch heute noch sehr viel Geld für die nur wenige Megabyte fassenden Datenträger zahlen kann. Auf Ebay wurden gerade über 3150 US-Dollar für fünf Disketten gezahlt. Nun gut, der Käufer war niemand anderes als Entwicklerlegende John Romero und geboten wurde auf 23 Jahre alte Originaldisketten des Spiels „Doom 2“ – einer der ganz frühen Ego-Shooter –, an dessen Entwicklung Romero maßgeblich beteiligt war.

Aber das Ganze zeigt doch, dass auch uralte Datenträger bei allem technischen Bedeutungsschwund als Wertanlage taugen. Die DVD mit Fotos aus meiner Schulzeit würde ich auf Ebay wohl nicht loswerden. Aber zumindest der ideelle Wert war immens.

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erstellt am 29.Jun.2017 | 08:44 Uhr

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