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Nordens Netzwelt : Toiletten-App: Ein Griff ins Klo

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In einem neuen sozialen Netzwerk soll man teilen, was im analogen Leben zu privat ist.

von
erstellt am 01.Sep.2015 | 15:28 Uhr

Stilles Örtchen? Von wegen. Verschiedenen Studien zufolge nehmen wir unser Smartphone mittlerweile überall mit hin – selbst auf die Toilette. Eine US-Studie ergab sogar, dass die meisten Befragten sogar Anrufe tätigen, während sie ihr Geschäft verrichten.

Prima, dachten sich zwei Spanier und entwickelten die App „Pooductive“. Wer sich auf dem Klo langweilt, kann nun nicht mehr nur per Facebook, Twitter oder Instagram verfolgen, was abseits des Sanitärbereichs in der Welt passiert. Via „Pooductive“ sollen Menschen miteinander chatten und spielen, die sich gerade für eine längere Sitzung auf dem Klo aufhalten. Es können sogar Lieder ausgewählt werden, um das Ergebnis zu beschreiben.

Meinen die das ernst? Angeblich schon. Eigenen Angaben zufolge wollen die Entwickler mit ihrer App auf den mangelnden Zugang zu sanitären Einrichtungen und frischem Wasser in ärmeren Teilen der Welt aufmerksam machen. Ein Toilettengang für den guten Zweck... Die breite Masse konnten die Entwickler damit nicht überzeugen. Bei einer Crowdfundig-Aktion zur Finanzierung kamen nur 184 von 10.000 anvisierten Euro zusammen. Aktuell bereiten Serverprobleme den Entwicklern Bauchschmerzen. Es scheint, als ob die Idee doch ein Griff ins Klo war.

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