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Maas' Netzwelt : Tennisarm dank Smartwatch

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nach Googles Update von Android Wear könnte es zu mehr oder weniger kontrollierten Zuckungen kommen.

von
erstellt am 08.Feb.2016 | 18:54 Uhr

Am Anfang war der „Handy-Daumen“: eine Entzündung durch übermäßige Belastung des Daumens beim Tippen. Dann der „Smartphone-Nacken“: Wir sitzen alle über unsere mobilen Endgeräte gekrümmt und bekommen dadurch ungraziöse und schmerzhafte Haltungsschäden. Ich prognostiziere: In naher Zukunft kommt der Smartwatch-Arm als durch Alltagstechnologie getriggertes Krankheitsbild dazu. Denn eine der bemerkenswertesten Änderungen durch Googles Update von Android Wear auf Marshmallow 1.4 ist eine Menüsteuerung durch Gesten.

Auf einer Android Watch erscheinen Wetter, Verkehr, Erinnerungen und E-Mails auf Infokarten. Will man eine Karte erweitern, streckt man nach dem Update zum Beispiel den Arm aus und lässt ihn ruckartig nach unten fallen. Oft nacheinander wiederholt, navigiert diese Bewegung den Smartwatch-Träger durch die verschiedenen Optionen auf diesen Karten. Zum vorherigen Bildschirm kommt man zurück, indem man die umgekehrte Bewegung macht – und den Arm ausgestreckt von unten nach oben schleudert. Die Verletzungsgefahr beim Smartwatchträger und bei unbeteiligten Dritten dürfte je nach motorischen Fähigkeiten und Umsicht schwanken. Die lässigste der insgesamt nicht ganz intuitiven Gesten ist übrigens das Schütteln des Handgelenks. So kommt man auf die Startseite der Uhr zurück.

Mehr oder weniger kontrollierte Zuckungen werden also zum nächsten Statussymbol. Es gibt anmutigere Arten, eine Uhr zu tragen.

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