Maas’ Netzwelt : Teenager, Emojis und die Liebe

Der schnellste Daumen gewinnt.
Der schnellste Daumen gewinnt.

Das Smartphone und das Netz bestimmen unsere sozialen Beziehungen. Wie Teenager lieben.

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06. Oktober 2015, 05:00 Uhr

Ach, die erste Liebe! Diese großen, verwirrenden, pubertären Gefühle und das stundenlange Warten auf einen Anruf, das Belagern des Telefons! Einem Festnetzapparat. Im Flur. So war das damals, in den 90ern. Vielleicht auch in den 80ern und 70ern. Das weiß ich nicht so genau, da war ich kein Teenager.

Wie die Teenager heute lieben, hat jetzt eine US-Studie des Pew Research Center erklärt. Fünf Erkenntnisse:

1. Flirten ist eine Frage der Technik. Ein Junge erklärt seine Strategie: Er postet einen Haufen von Emojis unter das Foto der Angebeteten. Fast so süß wie Kaugummi.

2. 28 Prozent der Teenager erwarten, dass ihr Freund oder ihre Freundin sich mindestens einmal am Tag meldet. Elf Prozent erwarten jede Stunde Kontakt.

3. Messenger und Chat ersetzen das Gespräch: 48 Prozent streiten und versöhnen sich so. 70 Prozent kommen sich so näher.

4. Ist es dann auch okay, einfach so seinen Beziehungsstatus in sozialen Netzwerken auf „Single“ zu ändern? Ja, sagen nur sieben Prozent. Irgendwie beruhigend.

5. Teenager sind lange nicht so naiv, wie manche Erwachsene denken: Viele sagen, dass sie lieber nicht alles über ihr Liebesleben ins Internet tragen. Gut so.

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