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Maas’ Netzwelt : Technik für das Selbstbildnis

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Nicht nur junge Leute begeistern sich für Selfies. Die Hersteller von Smartphones können also bei den Kunden mit guten Kameras punkten.

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erstellt am 15.Apr.2014 | 10:01 Uhr

Smartphone raus, lächeln, klick: Alle machen Selfies. Und der Trend ist längst nicht nur hadernden Teenagern auf der Suche nach sich selbst vorbehalten. Letzte Woche sollten im Netz einmal alle hässlich sein – die Youtube-Comedy-Stars von Y-Titty hatten zum „Word Suglie Day“ aufgerufen. „Suglie“ ist eine Schöpfung aus den Worten „Selfie“ und „ugly“ – also ein hässliches Selbstbildnis. Auf Twitter und Instagram schnitten vor allem junge Leute Grimassen.

Für die Smartphone-Hersteller heißt das alles insbesondere eins: nachrüsten. Beim neuen HTC One (M8) hat zum Beispiel die Frontkamera mit 5 Megapixel eine höhere Auflösung als die Hauptkamera auf der Rückseite. Ein Weitwinkelobjektiv macht Gruppenfotos einfacher. Das iPhone 5S von Apple bekam eine neue Facetime-HD-Kamera für höhere Lichtempfindlichkeit als die Vorgänger. Und Oppo hat das drehbare Kameramodul eingeführt. Damit ist das N1 das erste Smartphone, das Selfies mit 13 Megapixel  Auflösung ermöglicht. Wer ein altes Gerät besitzt, sich für seine Selfie-Sucht aber kein neues anschaffen will, kann sein Smartphone mit ansteckbaren Kameras aufmotzen.

„Guckt mal, hier bin ich“, sagt ein Selfie zu allen anderen Leuten auf Twitter, Facebook oder Instagram. Ist das schon eine Persönlichkeitsstörung? Psychologen sind sich da nicht einig. Trauen kann man Selfies von Fremden jedenfalls nicht – ob nun schön oder hässlich. Schließlich gibt es inzwischen gefühlt Hunderte von Smartphone-Apps, die mein Bild noch schöner machen. Die hautschmeichelnden Filter von Instagram und Snapchat sind inzwischen ein alter Hut – und harmlos.

Nagelneu und um einiges bedenklicher ist die App Skinneepix. Für 0,89 Cent dürfen sich Selfie-Fans angeblich 15 Pfund leichter schummeln. Ein schmales Gesicht und hohle Wangen sind das Ergebnis. Zu einem gesunden Selbstbild und Körpergefühl von jungen Menschen trägt das wohl nicht bei.

Das Gegenkonzept zu Skinneepix gibt es übrigens schon seit Jahren: die App Fatbooth. Das ist die perfekte Bildbearbeitung für alle, die ab sofort nur noch Suglies statt Selfies schießen möchten.  

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