zur Navigation springen

Nagars Netzwelt : StudiVZ, Facebook, Instagram: Der digitale Umzug

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Auch wer in sozialen Medien relativ sesshaft ist, wird sich irgendwann die Frage stellen: Wo melde ich mich ab?

von
erstellt am 20.Mär.2015 | 06:00 Uhr

Der große Exodus steht bevor. Fragt sich nur, wann er kommt. Noch ist Facebook das weltweit beliebteste soziale Medium. Doch immer mehr Nutzer sind genervt und gelangweilt. Einige wenden sich Instagram zu, bei dem sich auch ihre Lieblingsstars viel offener und privater geben als beim allzu kommerziell gewordenen Facebook. Für echte Freunde nutzen viele ohnehin nur noch WhatsApp. Zum Glück für das Unternehmen Zuckerberg sind auch diese Angebote dem Hause einverleibt worden.

Portale habe ich schon viele ausprobiert – ich bin unter anderem Karteileiche bei Google Plus, bei Pinterest und hatte mal ein Twitter-Konto –, doch bislang war Facebook immer mein liebster Ort im Netz. Hier habe ich meine alten Schulfreunde und Bekannte aus Übersee nur einen Klick weit entfernt. Allein: Die meisten sind ziemlich meldefaul. Hier und da wird stolz ein Baby präsentiert oder Reisefotos wie Jagdtrophäen ausgestellt. Der Umzug nach Berlin wird pflichtgemäß kundgetan. Doch die meisten Meldungen konzentrieren sich auf Links zu mehr oder minder lustigen Netz-Fundstücken und lesenswerten Artikeln.

Dafür aber brauche ich Facebook nicht. Das hat mit den „Gesichtern“ hinter den Profilen kaum etwas zu tun. Es ist also eine Frage der Zeit, bis das Portal für mich zum reinen Adressbuch mit Link-Sammlung degradiert wird. Die nächste Frage ist: Wann melde ich mich ab? Bislang waren nur einige in meinen Freundeskreis so konsequent, diesen Schritt zu gehen. Die meisten bleiben Facebook treu, schauen aber immer seltener hinein. Wahrscheinlich werde ich wohl auch dort ausharren. So wie bei StudiVZ, wo ich ebenfalls noch Karteileiche bin. Wahrscheinlich als letzte Nutzerin überhaupt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen