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Netflix, Maxdome&Co : Streaming – Der lange Weg zum richtigen Dienst

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Anbieter in Hülle und Fülle Wer alles schauen möchte, muss entweder überall Mitglied werden oder regelmäßig den Anbieter wechseln. Aber geht das auch problemlos?

Es ist das typische Problem eines Serien-Fans: Ist die aktuelle Staffel am Ende, muss schnell neuer Stoff her. Was aber, wenn es die nächste Wunschserie nur bei einem anderen Anbieter gibt? Stiftung Warentest nahm die Angebote unter die Lupe.

Streamingdienste werden immer beliebter: 44 Millionen Internetnutzer in Deutschland (78 Prozent) streamen Videos oder Musik über das Netz, hat die Onlineumfrage „Marktwächter Digitale Welt“ der Verbraucherzentralen ermittelt. Doch rund jeder vierte Befragte berichtete von Problemen mit Streamingangeboten.

Die Angebote der Online-Videotheken haben große Lücken. „Alle konnten nur einen Bruchteil der beliebtesten Filme und Serien anbieten. Die Angebote waren sich sehr ähnlich“, sagt Warentester Gunnar Schwan. Das liegt an den teils komplizierten Rechtevergaben. Die Rechte an dem beliebten „Game of Thrones“ hält zum Beispiel Sky, womit andere Anbieter aus dem Spiel sind. Auch „House Of Cards“ darf Sky zuerst anbieten – obwohl es eine Netflix-Produktion ist. Der Sender erwarb die Rechte vor dem Start von Netflix in Deutschland.

Die Streaming-Giganten Netflix und Amazon trumpfen bei Exklusiv-Serien groß auf. Beide stecken viel Geld in Produktionen, die es nur im Abonnement ohne Zusatzkosten zu sehen gibt. Bei Netflix sind das etwa „Orange Is The New Black“ oder „Better Call Saul“, bei Amazon „Mr. Robot“ oder „Mozart In The Jungle“. Viele Anbieter machen um ihre Film- und Serien-Auswahl gerne ein Geheimnis. Sie versuchen, den Kunden mit großen Prestige-Objekten zum Abo zu überreden, und gewähren erst dann einen vollständigen Einblick ins Programm. Positiv heraus sticht dabei Amazon. Über den Internet-Shop lassen sich Filme und Serien einfach suchen. Amazon verrät dabei direkt, ob diese im Abo bei „Amazon Instant Video“ enthalten sind.

Netflix, Watchever oder Sky Online locken hingegen auf ihren Websites nur mit Teasern. Um sich hier über das konkrete Angebot zu informieren, bedarf es Hilfe von außen. Websites wie werstreamt.es erlauben, das Angebot der Streaming-Dienste zu durchsuchen. Auch justwatch.com oder swyrl.tv bieten einen solchen Service.

Die gängigsten Anbieter für Video-on-Demand sind in Deutschland Amazon Instant Video, Netflix, Watchever, Maxdome und Sky Online (ehemals Snap), der Ableger des Pay-TV-Senders Sky. Alle Streaming-Dienste bewegen sich bei den Kosten im selben Rahmen. Für die Basis-Abos werden 8 bis 10 Euro pro Monat fällig. Alle bieten gegen Aufpreis zusätzliche Optionen an, etwa eine HD-Option, ein erweitertes Film-Paket, oder die Möglichkeit, auf mehreren Geräten gleichzeitig zu schauen. Praktisch: Alle lassen sich monatlich kündigen. Eine Ausnahme stellt hier wieder Amazon dar. Der Dienst „Amazon Instant Video“ lässt sich sowohl im Abo für 7,99 Euro im Monat beziehen, als auch innerhalb von „Amazon Prime“ für 49 Euro pro Jahr. Dafür verpflichtet man sich allerdings für ein Jahr.

Abgesehen von Amazon Prime haben alle Anbieter ähnliche Bedingungen bei der Kündigung, die genau in den AGB festgehalten sind. Bei ihnen ließ sich das Abo im Test unkompliziert über das Kundenkonto auf der Website kündigen. Dazu muss nur ein Stichtag eingehalten werden – meist liegt er drei Tage vor dem nächsten Abbuchungsdatum. Wird er verpasst, muss ein weiterer Monat gezahlt werden.

In allen Fällen war es möglich, die gekündigten Abos später wieder aufzunehmen. Bei der Rückkehr winken oft Gratis-Monate und Preisnachlass. Alle Anbieter bieten eine Probezeit an, meist 30 Tage. Wer sich nur für einen kleinen Teil im Angebot eines Streaming-Diensts interessiert, oder einfach mal das Angebot prüfen möchte, kann das ausnutzen. Auch für die Probezeit gilt eine Kündigungsfrist. Der schnelle Wechsel zwischen den Anbietern und auch wieder zurück ist nur bei Amazon Prime nicht möglich.

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