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Dreyklufts Netzwelt : Streaming-App - Sie sind jetzt live auf Periscope

vom
Aus der Onlineredaktion

Der Live-Video-Dienst von Twitter ist der Internet-Hype der Stunde. Natürlich mit Datenschutzproblem.

von
erstellt am 09.Jun.2015 | 14:29 Uhr

Haben Sie von Periscope gehört? Das haben Sie! Zumindest wenn Sie unter den zehn Millionen Deutschen waren, die am Sonnabend beim Champions-League-Finale zuschauten.

Die App Periscope gehört zu Twitter und ist seit zwei Wochen auf dem Markt. Damit kann man Live-Videos per Smartphone im Internet verbreiten („streamen“). Manche glauben, das sei die Zukunft des Journalismus. Anlass war, dass ein Bild-Reporter per Periscope weitersendete, als ProSieben das Finale von „Germany's Next Top Model“ wegen einer Bombendrohung abbrechen musste.

Bei besagtem Fußballspiel kündigte Reporter Béla Réthy n der ersten Halbzeit an, dass Experte Boris Büchler per Periscope in der Halbzeitpause das Spiel analysieren werde. Während mehrere Millionen das heute-journal schauten, schauten 964 Leute und ich Büchler vor einer Handykamera im Ü-Wagen zu. Das wirkte so, als hätten für ein paar Minuten die Schülerpraktikanten das Kommando beim ZDF übernommen.

Schüler auf der Kölner Domplatte, übertragen per Periscope.
Schüler auf der Kölner Domplatte, übertragen per Periscope. Foto: Gerrit Hencke
 

Der Branchendienst kress.de filmte am heutigen Dienstag per Periscope unter dem Motto „Live von der Trauerfeier für den Verleger Alfred Neven DuMont im Kölner Dom“ Schülergruppen, die zufällig auf der Domplatte herumstanden.

Ich glaube nicht, dass das die Zukunft des Journalismus ist. Aber in Zukunft müssen wir uns in acht nehmen, nicht live im Internet aufzutauchen, weil irgendwer um uns herum gerade mit Periscope unterwegs ist.
 

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