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Maas’ Netzwelt : Stifte haben eine Zukunft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein papierloses Leben wäre umständlich, meint unsere Kolumnistin.

Wenn es um digitale Weiterentwicklung geht, sind zehn Jahre eine lange Zeit. Der Microsoft-Chef Satya Nadella wagte in der vergangenen Woche eine ziemlich vollmundige Prognose. Die Frage im Interview mit ABCNews: Welches Objekt, das uns heute selbstverständlich scheint, wird in zehn Jahren keine Funktion mehr haben? Die Antwort: Der Füller.
Selbstfahrende Autos, virtuelle Realität, sogar Haushaltsroboter: Ich kann mir eine Menge vorstellen, wenn ich an das Jahr 2025 denke. Aber ein Leben vollkommen ohne Stift und Papier kommt mir irgendwie umständlich vor. Schon allein, weil ich nicht immer jeden Akku-Zwischenstand meiner mobilen Endgeräte präsent habe und mich deshalb auch mal eins im Stich lässt. Und haben Sie schon mal auf einem Tablet Schnörkel und Muster produziert, während sie telefonieren? Das ist einfach nicht dasselbe. Vielleicht bin ich aber auch nur altmodisch.

Zu ernst sollte man diese Ankündigung ohnehin nicht nehmen – denn schließlich ist Nadella auf einer Microsoft-Mission. Zum Surface Tablet der Marke gehört ein Stift, mit dem man Tippen und schreiben kann. Und dass Microsoft-Manager davon träumen, dass dieser Stift einmal der einzige und letzte seiner Art sein wird, wirkt zwar leicht größenwahnsinnig. Aber das gehört im Silicon Valley wahrscheinlich einfach dazu.

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erstellt am 17.Feb.2015 | 06:00 Uhr

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