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Grafikeinstellungen am PC : Spiele-Grafik: Das muss man für schönere Welten wissen

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Aus vielen Mittelklasse-Computern lässt sich viel rauskitzeln. Welche Grafikeinstellungen sich lohnen, erklärt shz.de.

shz.de von
erstellt am 01.Feb.2016 | 08:08 Uhr

Günstige Spiele, viel mehr Freiheiten und fast die gleiche Auswahl an Titeln: Wer viel oder nur am PC zockt, weiß warum. Neueinsteiger erleben vor den ersten virtuellen Abenteuern am Windows-Rechner aber oft einen Kulturschock. Denn anders als bei Konsolen bieten die Menüs vieler PC-Spiele Stellschrauben, mit denen sich das Spielerlebnis an Computer und Vorlieben anpassen lässt.

Diese Fummelei ist für viele PC-Zocker Ehrensache: „Es gibt eine Gruppe von Hardcore-Gamern, die ständige Upgrades und die Bastelei drum herum für das letzte bisschen Leistungsfähigkeit nicht scheuen“, sagt Florian Dickgreber, Geschäftsführer und Spieleexperte bei der Unternehmensberatung AT Kearney. Ein paar Tricks und Kniffe sollten aber auch Laien kennen. Denn passen die Einstellungen, kann selbst ein Mittelklasse-PC aktuellen Konsolen das Wasser reichen. „Technisch sind PCs, wenn es um Spiele geht, nach wie vor weiter als die Konsolen“, so Dickgreber.

Vor dem Ausflug in die Grafikeinstellungen des Spiels sollten PC-Zocker aber erst einmal ihr System aufräumen. Wichtig ist dabei vor allem, dass für die Grafikkarte stets der aktuellste Treiber installiert ist.

Die erste Frage ist meist die nach der Auflösung. Welche Pixelzahl die richtige ist, hängt massiv von der Grafikkarte im PC ab. „Teure Grafikkarten haben mehr Prozessoren an Bord und können damit mehr Rechenarbeiten parallel erledigen“, erklärt Michael Guthe, Professor für Graphische Datenverarbeitung an der Uni Bayreuth. „So lassen sich höhere Auflösungen oder mehr Details darstellen.“ Die Standardauflösung von 1920 mal 1080 Pixeln (Full HD) schultern oft schon die günstigeren Karten problemlos. Die teure Spitzenklasse ist vor allem für Quad- oder Ultra-HD-Monitore wichtig.

Full-HD-Spieler brauchen eine schnelle Grafikkarte dagegen vor allem für realistische Schatten und Spiegelungen: „Technisch anspruchsvoll sind heute eher die Effekte, also die Shader, nicht so sehr die geometrischen Details der Spielwelt“, so Guthe.

In der Praxis bedeutet das: Mit dem Abschalten von ein oder zwei eher unauffälligen Effekten lässt sich oft mehr erreichen als mit dem Herunterregeln der Auflösung. Das gilt nicht nur für Grafikeffekte, sondern auch für andere Verzierungen. Spiele wie „Tomb Raider“ oder „The Witcher 3“ haben zum Beispiel Spezialtechniken an Bord, um die langen Haare der Hauptfiguren realistisch zu simulieren. Das Ergebnis sieht beeindruckend aus, kostet aber viel Rechenkraft.

Ein sehr wichtiger Effekt ist die Kantenglättung (Anti-Aliasing). Das verhindert zum Beispiel die störende Treppchenbildung oder nerviges Flimmern bei diagonalen Linien in der Spielwelt. Je nach Spiel und Grafikkarte stehen für die Kantenglättung verschiedene Methoden zur Auswahl, die kryptische Namen wie MSAA und SSAA tragen. Für einen guten Kompromiss zwischen Bildqualität und Leistungshunger empfiehlt die „Gamestar“-Fachzeitschrift für AMD-Grafikkarten die Methode EQAA und für Nvidia-Karten MFAA. Mit SMAA ist der Leistungsverlust durch Kantenglättung noch geringer.

Bietet ein Spiel die bevorzugte Methode im Grafikmenü nicht an, lässt sie sich in einigen Fällen über die Systemsteuerung erzwingen. Das klappt allerdings nicht bei jedem Spiel, warnt „Gamestar“.

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