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Dreyklufts Netzwelt : Software ist die neue Hardware

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Heute muss man sich nicht mehr im Halbjahrestakt neue Geräte anschaffen, meint unser Kolumnist Joachim Dreykluft.

von
erstellt am 28.Aug.2014 | 04:00 Uhr

Was war das für eine Geschwindigkeit in den Jahren 2007 bis 2013. Im Halbjahrestakt wechselten die Geräte-Generationen bei Smartphones und dann auch Tablets. Jedes Frühjahr und jeden Herbst staunten wir, was die neuen Modelle alles können. Und jedes Mal der Reflex: Haben wollen!

Und nun: Meine aktuellen mobilen Endgeräte sind alle deutlich älter als ein Jahr. Es gibt auch schon Nachfolger auf dem Markt. Was können die mehr? Nichts Wesentliches.

Anders bei der Software. Hier sind meine Lieblinge alle recht neu oder haben sich in  jüngster Zeit deutlich weiterentwickelt. Ich höre Musik fast nur noch über Streaming, ich bediene meinen Fernseher über das Tablet, ich sichere den Zugang zu meinem Online-Konto über eine Smartphone-App, ich schreibe mit Kollegen, die hunderte Kilometer entfernt sind, gemeinsam im Browser zeitgleich am selben Artikel.

Hardware ist langweilig. Software lässt mich staunen. Was bedeutet das? Im Kampf Apple gegen Google gewinnt Google an Fahrt. Apple war immer hardwaregetrieben. Es bedeutet auch ein Durchatmen. Geräte dürfen den zweiten Geburtstag erleben. Für Umwelt und Konto ist das nicht schlecht. Trotzdem bekommen meine elektronischen Taschenmesser immer neue Funktionen.

Und ich bin bereitwilliger, für Dienste und Inhalte Geld zu bezahlen. Ein Teil des Budgets, das früher für Hardware drauf ging, fließt nun dorthin.

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