„House of Cards“ : So viel kostet Netflix der Abschied von Kevin Spacey

House Of Cards
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Robin Wright steht als Claire Underwood alleine für die sechste Staffel der Netflix-Serie vor der Kamera.

Der „Hollywood Reporter“ hat die Quartalsbilanz des Streamingdienstes auf die Kosten der #MeToo-Folgen geprüft.

shz.de von
24. Januar 2018, 12:16 Uhr

Im Finale der fünften Staffel von „House of Cards“ zitierte Kevin Spacey einen Sinnspruch des US-Intellektuellen Gore Vidal. Die Anspielung war als ein Bindeglied zu Spaceys nächstem Netflix-Projekt gedacht: der Vidal-Biografie „Gore“. Als der Film schon abgedreht war, erreichten Spacey die #MeToo-Anschuldigungen. Netflix brach die Arbeiten am Spielfilm ab, in dem Spacey als Hauptdarsteller und Produzent engagiert war, und konzipierte die finale „House of Cards“-Staffel ohne den bisherigen Star neu.

Ein Bericht des „Hollywood Reporters“ beziffert nun die Kosten des Programm-Umbaus. Demnach schreibt der Streamingdienst in seiner Quartalsbilanz 39 Millionen Dollar ab – „für unveröffentlichte Formate, die wir nicht fortsetzen wollen“. Netflix trennte sich nicht nur von Spacey, sondern beendete auch die Zusammenarbeit mit Louis C. K. Der Komiker hatte zugegeben, vor Kolleginnen masturbiert zu haben.

Trotz des Rückschlags vermeldet Netflix Erfolgszahlen: 2017 verdreifachten sich die Gewinne des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr auf 559 Millionen Dollar. Die Zahl der Abonnenten ist weltweit auf 118 Millionen gestiegen. Der Börsenwert von Netflix hat erstmals die Marke von 100 Milliarden Dollar überschritten.

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