zur Navigation springen

Dreyklufts Netzwelt : So verschlüssele ich meine Privatsphäre

vom
Aus der Onlineredaktion

Wie schützt man seine digitale Kommunikation? Zwei gute Tipps: Threema und Cryptocat.

Als Journalist bin ich in der Verlegenheit, mich mit Menschen über das Internet auszutauschen, ohne dass jemand mitlesen kann. Denn ich will etwa nicht, dass bekannt wird, wer meine Informanten sind.

Auch als Nicht-Journalist haben Sie dieses Bedürfnis. Die Frage reduziert sich darauf: Was von dem, was Sie über das Netz senden, würden Sie in der analogen Welt per Postkarte verschicken? Das Problem: Ein Briefumschlag ist schnell zur Hand, Verschlüsselung noch kompliziert. Ich habe einiges ausprobiert, das meiste taugt nichts. Das ist übrig geblieben:

Threema: Die App ist nahezu so komfortabel wie Whatsapp. Die Konversationen werden über einen zufälligen Code verschlüsselt, den auch der Anbieter nicht kennt. Funktionen, die potenziell Sicherheitslücken darstellen, weil sie etwa Kamera oder Mikrofon verwenden, werden nur optional zugeschaltet. Wer der App diese Rechte nicht geben will, muss es nicht. Nachteil: Nicht  jeder hat Threema. Meistens muss ich mein Gegenüber auffordern, Threema zu installieren. Das kostet 1,99 Euro. Auch ein Nachteil: Handy-Apps sind für längere Texte schlecht. Hier braucht es etwas, das auch auf einem Computer mit Tastatur funktioniert.

Gut funktioniert Cryptocat. Das Programm bietet verschlüsselte Chats und funktioniert als Plugin der gängigen Browser. Die Kommunikation ist mittels Off-the-Record-Messaging  verschlüsselt. Das bedeutet: Als Empfänger bin ich mir sicher, dass die Nachricht vom richtigen Sender stammt und dass sie authentisch ist. Sie ist aber nicht signiert und kann vom Empfänger ohne Spuren verändert werden. Dadurch lässt sich im Nachhinein nicht beweisen, dass der Sender einen bestimmten Text geschrieben hat.  Das ist wichtig, wenn jemand gerichtsfest abstreiten muss, etwas geschrieben zu haben.

zur Startseite

von
erstellt am 25.Aug.2015 | 18:20 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen