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Maas' Netzwelt : Snapchat und „Mom Text Decoder“: Sorry, es wird peinlich

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Auch das Alter entscheidet, wie wir Technologie nutzen. Wir brauchen immer mehr Dolmetscher.

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erstellt am 09.Mai.2016 | 17:54 Uhr

Nicht nur an der Rentenfrage entzünden sich Generationenkonflikte, sondern auch an Technologie. Und das wahrscheinlich schon immer. Vor gut 15 Jahren schaltete ich – wie viele meiner Freunde – am Samstagabend für meine Mutter den Video-Rekorder ein, bevor ich zur Party ging. Video-Rekorder gibt es heute nicht mehr, aber dafür viele Witze über Eltern, die leicht wurstfingerig an Smartphone-Tastaturen oder der Autokorrektur scheitern und kryptische Emoji-Kombinationen  versenden. Ein Witz wurde sogar zur App: Der „Mom Text Decoder“ verwandelt  unverständliche Nachrichten in allgemeine mütterliche Botschaften wie: „Ich liebe dich.“

Und wir brauchen  immer mehr Dolmetscher. Auf der Internetkonferenz re:publica gab es letzte Woche ein beherrschendes Thema auf Podien, in Workshops und in Witzen: Snapchat und die Tatsache, dass offenbar kaum jemand jenseits der 30 diese Messenger-App und ihre Anziehungskraft auf  Jugendliche wirklich versteht. Was ist so toll an Filtern, die mir Katzenohren auf den Kopf zaubern? Wie finde ich den Filter überhaupt? Und warum verschwinden die Bilder nach Sekunden? Der Schüler Joshua Arntzen hat das den anwesenden Erwachsenen erklärt.

Seine Botschaft: „Bitte, bitte kommt nicht zu Snapchat!“ Sorry, aber wir sind schon unterwegs. Und es wird dir peinlich sein.

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