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Maas’ Netzwelt : Smartphones zum Puzzeln

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Aufrüsten statt wegwerfen: 2016 wird das Jahr der Baukasten-Telefone.

Jedes Jahr im Herbst wird das iPhone in Ihrer Tasche mit einem Schlag altmodisch, wenn Apple-Chef Tim Cook nach Monaten voller Gerüchte die neueste Generation vorstellt. Sollte sich in Ihrer Tasche ein HTC One oder ein Samsung Galaxy befinden, haben Sie ein ähnliches Problem. Das Smartphone telefoniert, es surft im Netz, es assistiert im Alltag. Nur fehlt ihm eine Kleinigkeit – die noch bessere Kamera, der langlebigere Akku, der leistungsstärkere Prozessor. Das eigentlich funktionstüchtige Gerät verkommt zu Elektroschrott. Voll wertvoller seltener Erden. Was für eine Verschwendung.
Dieser Kreislauf von Aussortieren und Neukaufen ist dekadent und verantwortungslos – er passt auch nicht in die Zeit. Immer mehr Verbraucher fragen sich, wo ihr Schnitzel, ihr Gemüse und ihre Kleidung herkommen. Natürlich fragen sie bei Smartphones: Brauchen wir den neuesten Schnickschnack wirklich?

Die Chancen stehen gut, dass sich das Dilemma für Technik-Liebhaber bald löst. Vielleicht noch nicht 2015, aber 2016 wird das Jahr der Baukasten-Smartphones. Google testet schon im Frühjahr in Puerto Rico sein „Project Ara“: Mit Magneten sollen die einzelnen Komponenten in ein sogenanntes Endoskelett schnappen. Die einzelnen Komponenten sind austauschbar. Akku, Display: Was kaputt ist, wird ersetzt. Die neueste Technologie wird dazugekauft.
Und auch wer aus Prinzip lieber nicht beim Weltkonzern kaufen will, kann hoffen: Auch Start-Ups arbeiten schon am Baukastenprinzip, zum Beispiel die finnische Firma „Circular Devices“ mit ihrem „PuzzlePhone“.

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