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Samsung und Apple vorne : Smartphone-Test: Wer hat die beste Kamera?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Begriffe wie Iso oder Weißwert fallen längst nicht mehr nur beim Verkaufsgespräch für einen Fotoapparat. Auch bei Smartphones nimmt die Kameraqualität immer größerer Bedeutung ein.

Die Kamera in einem Smartphone ist längst mehr als eine schmückende Zusatzfunktion. Immer mehr Nutzer setzen für Alltagsbilder auf ihr Telefon. Gerade in der Oberklasse bauen die Hersteller immer bessere Bildsensoren in die Geräte ein. In einem aktuellen Vergleichstest der Zeitschrift „connect“ (Ausgabe 7/2015) mit fünf Spitzenmodellen von Huawei, Samsung, Apple, Sony und HTC haben Samsungs Galaxy S6 und Apples iPhone am besten abgeschnitten.

In Sachen Bildqualität und Geschwindigkeit von Autofokus und Auslöser zeigten sich beide Modelle im Test gleichauf. Samsung punktete nach Ansicht der Tester allerdings durch die höhere Auflösung des Kamerasensors (rund 16 Megapixel statt 8 im iPhone) und die Möglichkeiten zur manuellen Einstellung von Weißwert oder Iso. Auch dass Samsung auf das bildschirmfreundlichere 16:9-Format setzt, lobten die Tester.

Auf dem dritten Platz landete Huaweis P8, das vor allem bei wenig Licht überzeugte. Bei starkem Außenlicht neigt die Korrektursoftware allerdings dazu, einzelne Bereiche zu stark aufzuhellen. Etwas negativ fiel auch die im Vergleich umständlichere Bedienung der Kamerasoftware auf.

HTCs One M9 und das Sony Xperia Z3 auf den Plätzen vier und fünf brachten bei guten Lichtverhältnissen Fotos auf Oberklasseniveau.

Komplexe Lichtsituationen und Dunkelheit überforderten die Telefonkameras hingegen. Auch der Rauschanteil liegt im Vergleich höher als bei Huawei, Apple und Samsung, was trotz der Sensorauflösung von mehr als 20 Megapixeln für schwächere Details im fertigen Bild sorgte. Allerdings lobten die Tester die Frontkamera des HTC One M9. Sie verfügt mit vier Megapixeln über eine vergleichsweise hohe Auflösung und lieferte mit die besten Bilder.

Doch nicht nur die Qualität der Kamera macht ein gutes Smartphone-Foto aus. Beachtet der Nutzer ein paar Kleinigkeiten, lassen sich ansehnliche Fotos schießen.

Weil man sein Telefon fast immer dabei hat, verdreckt die Linse relativ schnell oder das Handy verkratzt in der Hosentasche. Die Qualität der Fotos leidet darunter, weiß Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband. Mit einem speziellen Mikrofaser-Putztuch kann die Linse gesäubert werden.

Anders als oft angenommen, funktioniert die Zoom-Funktion der Handy-Kamera nicht wie die eines Tele-Objektivs. Stattdessen wird das Bild künstlich groß gerechnet. Dadurch geht Qualität verloren. Lieber ein paar Schritte näher herangehen.

Auch an den Einstellungen kann gedreht werden, um zu besseren Ergebnissen zu kommen: Oft ist die Auflösung der Kamera in der Werkseinstellung auf einen geringen Wert eingestellt. Das spart Speicherplatz, geht aber zulasten der Bildqualität. Deshalb immer die größtmögliche Auflösung wählen und lieber öfter Bilder auf dem Computer speichern.

Fotografen, die mehr wollen, können die Leistung ihres Smartphones durch aufsetzbare Objektive erweitern, um die kreativen Möglichkeiten der Handy-Fotografie auszunutzen.

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