zur Navigation springen

Maas' Netzwelt : Smartphone statt schlafen: Vorsicht, Schlafräuber!

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Generation schlaflos: Viele Jugendliche wachen nachts auf – um auf ihr Handy zu gucken.

von
erstellt am 01.Feb.2017 | 13:04 Uhr

Das Smartphone gehört nicht ins Schlafzimmer. Dieser Rat ist so neu wie: „Essen Sie lieber kein ungewaschenes Obst“ oder „Treiben Sie regelmäßig Sport“ oder „Schokoladenkuchen ist kein gutes Frühstück“. Wir verstehen sofort, warum. Aber wir halten uns trotzdem nicht immer daran. Die Sache mit der Faulheit, der Versuchung und der Selbstdisziplin.

Für uns alle, aber besonders für Kinder und Jugendliche, ist Schlaf wichtig. Deshalb ist das Ergebnis einer britischen Studie so alarmierend: 20 Prozent der befragten Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren wachen „fast jede Nacht“ auf, um auf ihrem Smartphone Nachrichten zu lesen und zu schreiben – Mädchen kümmerten sich nachts mehr um ihre Social-Media-Accounts als Jungen. Die Wahrscheinlichkeit, in der Schule ständig müde zu sein, war unter den Nachtaktiven drei Mal so hoch wie bei den Mitschülern, die nie nachts ihr Handy benutzten. Und: Schüler, die über Müdigkeit klagten, waren insgesamt unglücklicher.

Als ich 14 war, gab es noch keine Smartphones. Aber ich war auch manchmal nachts wach. Um noch ein Kapitel in meinem spannenden Buch zu lesen. Oder zwei. Ich war dann natürlich am nächsten Tag müde. Und ich versank manchmal im Teenager-Unglück. Die Unterschiede: Das blaue Licht von Smartphones macht das Einschlafen schwieriger. Das Teenager-Unglück hörte nach ein paar Nächten wieder auf.

Machen Smartphones also nervös, müde und traurig? Nicht unbedingt. Die einfache Formel: Jeden Tag Schokoladenkuchen-Frühstück macht krank und müde, jede Nacht Social Media auch.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen