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Game Developers Conference : Shitstorm wegen tanzender Schulmädchen auf GDC-Party

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Virtuelle Traumwelt: Microsoft verstört auf der Game Developers Conference mit tanzenden Schulmädchen.

von
erstellt am 21.Mär.2016 | 09:30 Uhr

Auf der Game Developers Conference (GDC) trifft sich jährlich das Who is Who der Hard- und Softwarebranche. 2016 steht das Thema Virtual Reality (VR) mehr denn je im Fokus und zahlreiche Hersteller hoffen, in dem aufstrebenden Unterhaltungsmarkt ihr Stück des Kuchens zu ergattern. Egal ob HTC, Oculus oder Playstation: Alle gehen All-In. Die Softwarehersteller ziehen mit und der Spielekatalog mit virtuellen Umgebungen wächst. Die Branche ist elektrisiert.

Microsoft stand offenbar so unter Strom, dass das Unternehmen bei einer GDC-Party etwas über die Stränge schlug. Das Ergebnis: Sexismus-Vorwürfe. Was war passiert?

Microsoft lud zu einem „Women in Games“-Lunch und richtete sich damit explizit an Frauen in der Videospielindustrie. Nobel von Microsoft, in einer von Männern dominierten Branche Gender-Mainstreaming zu demonstrieren. Was dann allerdings auf einer späteren Party passierte, stieß weiblichen Besuchern sauer auf. Knapp bekleidete Tänzerinnen räkelten sich im Schulmädchenoutfit – engagiert von Microsoft und Xbox. Ein Shitstorm bricht los.

Eine Frau schreibt auf Twitter, sie sei angewidert erst auf dem „Lunch“ gewesen zu sein und nun das zu sehen.

Eine andere schreibt: So schließt die Spielebranche Frauen aus: Sie tut so, als würden wir nicht existieren und unterstreicht das mit Stripperinnen auf einer Party.

In der Tat ist die Aktion so daneben, dass sich Xbox-Chef Phil Spencer entschuldigt. Erschaffe man eine Umgebung, die eine Gruppe ausschließt, verdiene man Kritik dafür. Und die ist ziemlich berechtigt. Ein bisschen Feingefühl könnte man von einem Branchenriesen wie Microsoft eigentlich erwarten. Wer weiß, wer da zu lange mit der virtuellen Brille in seiner Traumwelt unterwegs war.

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