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Spieltest : Screamride für die Xbox: Bauen, schreien und zerstören

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Im ungewöhnlichen Arcade-Spiel „Screamride“ gilt die Devise: Umso lauter die Schreie, desto erfolgreicher die Achterbahnfahrt.

Die US-Firma Frontier machte sich seit Ende der 1990er Jahre einen Namen mit ihren Bausimulationen für den Computer. In den Spielen der Serie „Rollercoaster Tycoon“ konnte man detaillierte Achterbahnen entwerfen, errichten und mit Passagieren ausprobieren. Mit „Screamride“ erproben die Entwickler nun ein erweitertes Konzept für die Konsolen Xbox 360 und die Xbox One.

Der Spieler baut nicht allein Achterbahnen, sondern sitzt in einem zweiten Abschnitt selbst im Wagen, um durch rechtzeitiges Hinauslehnen und Beschleunigen eine möglichst hohe Punktzahl zu ergattern. In einem dritten Abschnitt pflitscht er Kabinen voller vergnügungssüchtiger Passagiere aus einer Schleuder gegen Türme und riesige Zielscheiben, um möglichst starke Zerstörung anzurichten.

Die drei Abschnitte werden ergänzt um einen Baukasten-Modus, in dem man ungestört riesige Achterbahnanlagen errichten darf. Zwar ist hier die Steuerung stark vereinfacht, so dass man mittels Gamepad-Tasten rasch Schienen und Loopings verlegen kann, doch die zugehörigen Menüs wirken unübersichtlich. Immerhin werden die wichtigsten Befehle stets eingeblendet, und nach Fertigstellung einer Bahn kann man sich Schwachstellen anzeigen lassen.

Einfacher noch wirkt die Steuerung im Zerstörungsmodus. Hier bedient der Spieler die Schleuder auf ähnliche Weise wie in „Angry Birds“, das heißt er aktiviert im richtigen Moment den Abschuss. Dabei helfen ein Zeitlupenmodus und eine gestrichelte Linie, die die Flugbahn anzeigt.

Der Fahr-Modus wirkt am anspruchslosesten. Anfangs macht das wilde Fahren nebst Geschrei der Mitfahrer großen Spaß, doch die Aufgaben wiederholen sich – bei wachsendem Schwierigkeitsgrad. Der Zerstörungsmodus ist motivierender, doch auf Dauer macht sich die mangelnde Spieltiefe bemerkbar. Am pfiffigsten wirken Bau- und Sandkasten-Modus, hier kann man seiner Bauleidenschaft nachgeben und seine Konstrukte via Internet zur Schau stellen und von anderen Spielern bewerten lassen.

Das 3D-Design ist ansehnlich, die Entwickler haben hübsch weitläufige Meeresanlagen geschaffen, die auf der getesteten Xbox One ruckelfrei dargestellt werden.

Das Fazit: Die Dreiteilung des Spiels ist Segen und Fluch zugleich: „Screamride“ befriedigt zwar die Bedürfnisse von Action- und Aufbau-Spielern, doch pro Spielweise gibt es zu wenig Stoff, um langfristig zu unterhalten. Im ungewöhnlichen Arcade-Spiel „Screamride“ gilt die Devise: Umso lauter die Schreie, desto erfolgreicher die Achterbahnfahrt

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erstellt am 23.Mär.2015 | 09:51 Uhr

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