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Jimmy Fallon und H.P. Baxxter : Scooter: Endlich wissen wir, was der Fisch kostet

vom

Ein großes Geheimnis der deutschen Musikgeschichte wurde dank des amerikanischen Talk-Masters Jimmy Fallon endlich gelüftet: How Much Is The Fish?

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2016 | 08:47 Uhr

Der Talkmaster Jimmy Fallon hat dem amerikanischen Publikum ein Stück deutscher Musikgeschichte vorgestellt: in seiner Kategorie „Do Not Play“ (Nicht Anhören). Unter dieser Überschrift stellt er immer wieder kuriose musikalische Fundstücke vor und macht sich darüber lustig. Und dieses Mal gab es die Dance-Hymne der Band Scooter mit dem schönen Titel „How Much Is The Fish“ (Was kostet der Fisch) zu hören. H.P. Baxxter, Sänger der Band Scooter, hat auf Fallons Sendung geantwortet und der Weltöffentlichkeit endlich, nach 18 Jahren des Fragens und Wunderns, veraten, was der Fisch denn nun gekostet hat: 3,80. Vermutlich D-Mark.

 

Für alle, die die Neunziger verpasst haben, 1998 noch nicht geboren waren oder es sonst irgendwie geschafft haben, „How Much Is The Fish“ aus dem Weg zugehen; hier ist der ganze Song:

 

Als Jimmy Fallon seine Sendung aufzeichnete, war ihm einiges nicht klar. Erstmal hält er ein falsches Albumcover in die Kamera, wahrscheinlich war das Original-Album „No Time to Chill“ auf dem „How Much Is The Fish“ erschien, in den USA nicht aufzutreiben. Außerdem scheint er nicht zu wissen, dass Scooter international erfolgreich sind und eine große Menge treuer Fans haben. Das Album „Jumping All Over the World“, das Fallon in die Kamera hält, war 2007 auf Platz Eins der britischen und australischen Albumcharts. „How Much Is The Fish“ war als Single in Deutschland auf Platz Eins und erhielt Gold-Status.

Natürlich ist wohl kaum jemand ernsthaft empört, dass man sich in den USA über Scooter amüsiert, den meisten Deutschen ist die Absurdität des Stücks durchaus bewusst und sie verstehen Scooters Texte eher ironisch. Auch das scheint Fallon nicht zu ahnen Teilweise wird ihre Musik als „expressionistisch“ bezeichnet und wurde auch innerhalb Deutschlands schon liebevoll parodiert.

Aber Fallons Beitrag schlägt hohe Wellen im Internet. Deutschland freut sich, dass deutsches Kulturgut es endlich über den großen Teich schafft.

Scooter-Fans reagieren auf den Beitrag und auch H.P. Baxxter gibt ein kurzes Radio-Interview. Daraufhin lenkt Fallon ein und entschuldigt sich (ein bisschen) für seine Witze. Er hat aber noch einige Fragen. In einem Video will er wissen, was es denn jetzt eigentlich mit dem Fisch auf sich hatte und was er denn nun gekostet hat.

 

Man kann von H.P. Baxxter (Äitsch-Pi steht dabei für Hans Peter), seiner Musik, seiner Frisur und seinen Lebensabschnittsgefährtinnen halten was man will, aber viel lässiger hätte die deutsche Dance-Legende wohl kaum reagieren können. Er schickt eine Video-Botschaft vom Strand der Party-Insel Ibiza und klärt uns endlich auf. Der Fisch war für ein Aquarium im Studio gedacht, musste wegen der Lautstärke aber umziehen. Er lebt in einer Residenz auf dem Land und steht noch in engem Kontakt mit der Band. Sie sind so was wie Brieffreunde und der Fisch ist ziemlich beschäftigt, er drehe anscheinend in Hollywood die Fortsetzung von "Findet Nemo".

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