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Tipp der Woche : Programme für die Hosentasche

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Portable Apps machen Software mobil. Sie lassen sich auf einem USB-Stick überall mit hinnehmen.

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2014 | 19:22 Uhr

Als Portable (tragbare) Apps wird Software bezeichnet, die keine Installation voraussetzt und nur wenig mit dem Betriebssystem interagieren muss. Solche Programme müssen nicht unbedingt immer auf einem Rechner installiert sein, stattdessen kann der Nutzer sie auch von einem USB-Stick aus starten. Das hat gleich mehrere Vorteile: Portable Apps hinterlassen keine Spuren auf dem Rechner und verursachen keinen Ballast. Sie registrieren sich nicht im Betriebssystem und sparen so Ressourcen. Und das Beste: Sie können überall hin mitgenommen und mit jedem beliebigen Rechner ausgeführt werden. „Am häufigsten werden Portable Apps bei der Wartung durch Administratoren eingesetzt“, erklärt Jörg Wirtgen von der Computerzeitschrift „c't“. Aber auch reguläre Computernutzer können so ihre Lieblingsprogramme auf fremde Rechner transportieren: Oft fehlt auf Computern in Internet-Cafés, Bibliotheken oder Hochschulen zum Beispiel Software für Komprimierung. Manche Datenpakete können so nicht geöffnet werden. Abhilfe schafft die tragbare Version von 7-Zip.

Selbst komplexe Bildbearbeitungssoftware wie das kostenlose Gimp passt dank einer eigenen Portable-Version in jede Hosentasche, ebenso OpenOffice und LibreOffice. Und auch Programme, die eigentlich auf jedem Rechner vorhanden sind, können auf einem Portable-Apps-Stick sinnvoll sein. Dazu gehört etwa der Browser: Das Tor Browser Bundle mit integriertem Firefox, das direkt von einem USB-Stick aus läuft, ermöglicht anonymes Surfen an jedem PC.

Auch die eigenen E-Mails lassen sich per Stick bequem überall abrufen, ohne mühevoll einen neuen Client einzurichten. Mit Thunderbird Portable hat man sein Postfach zum Beispiel immer dabei, die mobile Version unterstützt sogar die Erweiterung Enigmail für verschlüsselte Nachrichten. „Diese Lösung ist wesentlich sicherer, als auf einem fremden Rechner über einen Webclienten E-Mails abzurufen“, sagt Michael Lamberty vom Institut für Internet-Sicherheit. „Auf fremden Rechnern weiß man schließlich nie, ob Spyware darauf aktiv ist.“ Der Sicherheitsexperte empfiehlt außerdem KeePass Portable. Das Programm verwaltet Zugangsdaten und verschlüsselt sie in einer Datei, die nur mit einem Master-Passwort geöffnet werden kann, und wird so zum digitalen Schlüsselbund.

Einen Überblick über tragbare Programme bietet www.portableapps.com

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