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Nagars Netzwelt : Postillon auf den Fersen der Bild

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Zahl der Facebookfans ist auch ein Indiz für Medienmacht. Gute Zeiten für Ersponnenes.

von
erstellt am 11.Jun.2015 | 19:01 Uhr

Schaut man auf die Inhalte bei Facebook oder Twitter, hat man den Eindruck, niemand lese die Bildzeitung. Bildblog listet akribisch die Verfehlungen des Boulevardblättchens auf, Supermärkte erklären sich stolz zur bildfreien Zone und wenn jemand bei Twitter aus Versehen ein positives Wort über die meistgehasste – und dennoch meistgelesene – Zeitung fallen lässt, so ist ihm ein Shitstorm epischen Ausmaßes sicher.

Und dann schaut man auf die Statistik: Die Liste der beliebtesten Facebookseiten Deutschlands holt einen prompt auf dem Boden der Tatsachen. Dort ist die Bildzeitung aktuell auf Platz zwölf und damit das mit Abstand beliebteste Printmedium. Doch da ist noch ein anderes Medium ganz weit oben in den Facebook-Charts. Das Satiremagazin Postillon hat es zwischenzeitlich geschafft, die Springermacht zu überholen. Ein hauchdünner Vorsprung nur – den die Bild wieder gutmachen konnte – und dennoch eine beachtenswerte Leistung der Satiriker. Und da soll noch einer behaupten, mit erfundenen Geschichten lässt sich keine Kohle machen. Beide haben mehr als 1,5 Millionen Fans, also sogar noch mehr als Schminkfee und Teenie-Idol Dagi Bee.

Obwohl: Auch der Rest der Topliste beruht nicht gerade auf wahren Begebenheiten. Am beliebtesten bei Facebook sind nach wie vor US-Serien: „Two and a half Men“ liegt vor „How I met your Mother“ und auf Platz fünf kommt „Berlin – Tag & Nacht“. Und da ist er wieder, der Boden der Tatsachen.

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