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Comdirect & Co : Phishing: Wenn Unternehmen per E-Mail nach Passwörtern fragen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Immer wieder erhalten Internetnutzer Mail, in denen sie um ihre Zugangsdatem gefragt werde. Doch Vorsicht, es handelt sich um Fälschungen.

von
erstellt am 26.Aug.2015 | 09:49 Uhr

Unter dem Betreff „Ihre Online-Zugang“ haben in den vergangenen Tagen zahlreiche Internetnutzer eine E-Mail bekommen – angeblich von Commerzbank-Tochter comdirect. Per E-Mail werden die Kunden aufgefordert, ihre Benutzerdaten einzugeben. Doch dahinter verbergen sich Internetbetrüger, die die Informationen ausspionieren wollen. Ähnliche E-Mails gibt es auch von der DHL, Ebay oder anderen Banken.

Das Vorgehen nennt sich „Phishing“. Der Begriff ist ein Kunstwort und steht für „Passwort fischen“. In der aktuellen E-Mail heißt es: „Wir haben unseren Zentralen Banking Server erneuert und den derzeit höchsten europäischen Sicherheitsstandards angepasst. Dies wird nun auch in unserem Online-Banking passieren. Um diese Anpassung zu starten, klicken Sie bitte unten, um sich beim Online-Banking einzuloggen. Nach der Anmeldung werden Ihnen fünf Sicherheitsfragen gestellt, um Ihre Identität zu bestätigen.“

Der Text klingt seriös, die Seite auf die man geleitet wird, sieht echt aus. Doch wie erkennt man den Betrug? Die Verbraucherzentrale rät zu diesen Schritten:
1. Wer eine unerwartete E-Mail zum Beispiel von seiner Bank erhält, sollte sich vom gesunden Menschenverstand leiten lassen und die Zusendung hinterfragen. Kommen Zweifel auf, lauten die drei Grundregeln: Niemals auf einen Link klicken, keinen Dateianhang öffnen und nicht auf die E-Mail antworten. Auf keinen Fall persönliche Daten eingeben.

2. Beim Anbieter nachfragen, ob die Mail tatsächlich von ihm kommt. Dafür nicht über den Internetlink in der Mail die Unternehmensseite aufsuchen, sondern das Original ansteuern. Dazu die Adresse eigenhändig in die Browserzeile tippen.

3. Betriebssystem, Internetbrowser und Virenschutzprogramm immer auf dem neuesten Stand halten.

4. Den eigenen Kontostand im Blick behalten. Illegale Zugriffe lassen sich so schnell bemerken.

Verdächtig sind außerdem Rechtschreibfehler – wie im aktuellen Fall direkt in der Betreffzeile.

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