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Henckes Netzwelt : Permadeath statt Speicherpunkt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein Spiel, ein einziges Leben, keine Speicheroptionen: Der Tod lauert hinter jeder Ecke, und das ist gut so.

Der Tod hat in den meisten Computerspielen seinen Schrecken verloren. Wer stirbt, startet am letzten Speicherpunkt oder Checkpoint erneut, verliert ein paar Resourcen oder Spielfortschritte. Alles verschmerzbar. Für Spieler in aller Welt ist das zur Normalität geworden.

Survival Shooter wie „Day Z“ oder das russische Projekt „One Life“ zeigen, dass es auch ohne die Sicherheit des Speicherns geht. Wer hier stirbt, ist raus. Nie werden einem Spieler in einem regulären Spiel die Folgen seiner Entscheidungen so deutlich vor Augen geführt, wie bei Spielen mit Permadeath-Modus. Die Folge: Der Spieler wird vorsichtiger, wird sich der Wichtigkeit seiner Spielfigur bewusster und erlebt eine größere Spannung als in anderen Games. Diese Hardcore-Varianten sind nicht neu und bereits Bestandteil vieler Spiele. Der Nutzer hat also immer öfter eine Wahl, ob es die einfache Schwierigkeitsstufe für das Feierabendgezocke sein soll oder doch die Adrenalin-Variante.

Anders als bei einigen Spielen, die bei Tod immerhin von vorn beginnen, ist das eingangs erwähnte „One Life“ von härterer Natur. Wer das Spiel kauft, könnte nur minutenlang Freude daran haben. Wer unvorsichtig ist und sein Leben verliert, kann das Spiel nicht wieder neu beginnen. Eine erste Beta-Version soll noch in diesem Jahr erscheinen. Vorbestellen kann man das Spiel bereits seit Oktober. Zehn Euro soll es kosten, dafür bekommt man entweder stundenlangen Spielspaß oder eben nicht. Hier ist der Spieler gefragt.

Offen bleibt, ob Spiele dieser Art künftig häufiger auch bei Top-Spielen zu finden sind oder in erster Linie den Independent-Titeln vorbehalten bleiben. Hier geht es um Nervenkitzel für Hardcore-Gamer und nicht für zeitweiliges Vergnügen im verdienten Feierabend.

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erstellt am 25.Feb.2016 | 11:11 Uhr

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