zur Navigation springen

Henckes Netzwelt : „pcfritz“-Mafia: Es hat sich „ausgefritzt“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bei billigen Software-Lizenzen im Internet ist Vorsicht geboten. Der Fall „pcfritz.de“ offenbart, warum.

von
erstellt am 05.Mär.2015 | 06:12 Uhr

Windows 7 Professional für nur 29,90 Euro? Ein Kampfpreis für eine Lizenz („Key“ genannt), der zu schön klingt, um wahr zu sein. War er am Ende auch nicht. Bis 2013 warb „pcfritz.de“ mit günstigen Keys und verkaufte die Betriebssysteme an ahnungslose Kunden. Doch die Lizenzen waren gefälscht. Jetzt wurde einer der Drahtzieher zu vier Jahren und neun Monaten verurteilt. 900.000 Euro Schaden sind entstanden.

Lange konnte die „pcfritz“-Mafia agieren. Doch Fahnder und Microsoft kamen den Hintermännern auf die Schliche. In Berlin und Halle wurden Wohnungen und Büros durchsucht, 100.000 Datenträger wurden sichergestellt. Es ist denkbar einfach gewesen: Eigene Verpackung, gefälschtes Echtheitszertifikat und ein Preis weit unter dem Marktniveau.

Dabei boomt im Internet der Handel mit gebrauchten Windows-Datenträgern. Wer auf Amazon nach dem oben genannten Betriebssystem sucht, wird fündig – auch zu günstigen Preisen. Dennoch ist gerade bei zu verführerischen Angeboten Skepsis angesagt. Oft erhält man die scheinbar echten Lizenzen per Email und bekommt keinen physischen Datenträger. Als Käufer bewegt man sich in einer Grauzone. Denn oftmals ist unklar, aus welcher Quelle die Keys stammen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen