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Verbraucherumfrage E-Commerce : Online-Shopping: Handel im Internet wächst zweistellig

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Jeder achte Konsum-Euro wird in Deutschland im Internet umgesetzt. Der Warenumsatz ist auf insgesamt 47 Milliarden Euro gestiegen.

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2016 | 19:10 Uhr

Hamburg | Das Internet wird immer mehr zum Kaufhaus der Deutschen: 2015 ist der Warenumsatz im Online-Handel um zwölf Prozent auf 47 Milliarden Euro angestiegen. Das geht aus einer am Dienstag in Hamburg vorgelegten Verbraucherumfrage des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) hervor. Verbands-Präsident Gero Furchheim: „Die Umsatzsteigerung ist eine Abstimmung per Mausklick: E-Commerce und Versandhandel stehen für mehr Auswahl, Service und modernes Einkaufserlebnis.“

Hinzu kommen Geschäfte mit digitalen Gütern und Dienstleistungen von 13 Milliarden. Laut BEVH wird inzwischen fast jeder achte Konsum-Euro hierzulande im Internet umgesetzt. Der Verband vertritt zudem den klassischen Versandhandel, der im vergangenen Jahr noch 5,4 Milliarden Euro Umsatz erreichte.

Die Rangliste der beliebtesten E-Commerce-Produkte ist weitgehend unverändert. Am häufigsten bestellen die Deutschen im Netz Kleidung (zehn Milliarden Euro Umsatz, + 18 Prozent), gefolgt von Elektronik und Telekommunikation (7,5 Milliarden, plus 30 Prozent). Platz drei belegen Bücher und E-Books, deren Umsatz wegen neuer Verkaufsmodelle jedoch um acht Prozent auf 3,6 Milliarden Euro absackte. Immer häufiger bestellen Kunden ihren Lesestoff zwar online, holen die Ware aber im Buchladen ab. Einen vergleichbaren Trend gibt es aus ähnlichen Gründen beim Verkauf von Musik und Videos.

Das größte Wachstumspotenzial im E-Commerce sieht der Verband aktuell in den Kategorien Möbel, Lampen, Dekoration, Lebensmittel sowie Tiernahrung. Letztere legte um drei Viertel zu. Angesichts eines Zuwachses von 19 Prozent auf rund 736 Millionen Euro sieht der Verband auch den Lebensmittelkauf via Internet im Kommen. Das bisherige „Stiefkind des E-Commerce“ werde vor allem in Ballungsräumen verstärkt in Anspruch genommen, berichtete Verbandsgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. All diese erfolgreichen Segmente spiegeln laut Furchheim die aktuellen, aber auch zukünftigen Entwicklungen im E-Commerce am Besten wider. „Immer mehr Verbraucher beginnen, Waren des alltäglichen Bedarfs online zu kaufen, weil sie die Lieferung in die Wohnetage oder die entspannte Auswahl zu Hause schätzen.“ Zugleich nutzten Kunden gerade bei Möbeln online und offline häufiger gleichzeitig. „Vorabinformation im Netz und Lieferung in die Filiale sind Beispiele für ein optimiertes Kauferlebnis.“

Angesichts des guten Konsumklimas erwartet der Verband auch für 2016 ein Wachstum im Online-Bereich um zwölf Prozent. Der Verband geht allerdings davon aus, dass die hohen Wachstumsraten der „Goldgräberzeit“ vorbei sind. Die Branche werde sich auf ein stabiles moderates Wachstum einstellen müssen, sagte Verbandschef Furchheim.

 

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