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Notebook oder Tablet : Nicht ohne meinen Laptop

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Vor dem Kauf eines neuen Computers stehen viele ratlos vor einer allzu großen Reihe an Möglichkeiten.

shz.de von
erstellt am 04.Nov.2014 | 18:00 Uhr

Soll es ein leistungsfähiger Desktop-Rechner sein, ein klassisches Notebook oder eher ein Hybrid-Gerät mit klappbarer oder abnehmbarer Tastatur?  Aber vielleicht reicht auch ein besseres Tablet? Vor dem Kauf eines neuen Computers stehen viele ratlos vor einer allzu großen Reihe an Möglichkeiten. „Verbraucher sollten sich vor dem Kauf fragen, was sie mit dem Gerät voraussichtlich machen werden“, rät Timm Hoffmann vom IT-Branchenverband Bitkom.

Die Beliebtheit von PCs und Notebooks sinkt angesichts der Konkurrenz von Tablets & Co. Trotzdem bleibt das Notebook das Universalgerät mit dem breitesten Einsatzspektrum. „Für höhere Rechen- und Speicherleistung ist noch ein Notebook nötig“, sagt Hoffmann. Die Klassiker zwischen 13 und 17 Zoll Bildschirmgröße eignen sich am besten für Nutzer, die einen platzsparenden Rechner mit ordentlicher Leistung brauchen. „In vielen Fällen ist der Laptop ein verkleinerter Desktop-PC“, sagt Hoffmann. Ein Vorteil: Notebooks haben meist mehr Anschlüsse, größere Festplatten und optische Laufwerke. Das macht sie zur ersten Wahl bei Bildbearbeitung, Videoschnitt und der Verarbeitung großer Dateien. Für Zocker konstruieren viele Hersteller spezielle Gaming-Notebooks. „Spieler sollten ein Notebook mit zusätzlicher Grafikkarte und starkem Prozessor wählen“, rät Sandra Schwarz von der Stiftung Warentest. „Ansonsten laufen die Spiele nicht flüssig.“

Die Mobilität klassischer Notebooks ist aber mit einem Gewicht von meist über zwei Kilo und oft kurzen bis mittleren Akkulaufzeiten eingeschränkt. Wer viel unterwegs ist und weder auf Leistung noch auf lange Akkulaufzeit verzichten kann, dem raten die Warentester zu einem sogenannten Ultrabook. Das sind sehr leichte, auf Mobilität getrimmte Notebooks. Der Nachteil: Sie haben häufig nur vergleichsweise kleine SSD-Speicher, kosten aber um die 1000 Euro aufwärts.

Ein Schnäppchen sind dagegen Chromebooks, kleine Notebooks mit vergleichsweise schwacher Hardware, wenig Speicher und Googles Betriebssystem Chrome, die ganz auf die Onlinedienste des Internetkonzerns ausgerichtet sind. Sie sind schon ab knapp 200 Euro zu haben, bieten lange Batterielaufzeiten, funktionieren aber nur mit aktiver Internetverbindung ohne Einschränkungen.

Relativ neu und sowohl für Arbeit als auch Freizeit interessant sind Hybrid-Notebooks, die umgeklappt oder von der Tastatur getrennt auch als Tablets zu nutzen sind. Timm Hoffmann nennt diese beiden Geräteklassen „einen Kompromiss aus Mobilität und Leistung“.

„Tablet und Notebook in einem taugen nur für Nutzer mit Kompromissbereitschaft“, hat auch Sandra Schwarz festgestellt. „Die Displays sind meist zu unhandlich für ein Tablet.“ Sie rät, im Zweifel keinen Kompromiss einzugehen, und sowohl ein Notebook als auch ein Tablet zu kaufen. Das Notebook ist also im direkten Vergleich vielleicht nicht immer das praktischste, auf jeden Fall aber das vielseitigste Gerät.

Für manch einen Nutzer kann so ein Klapprechner aber einfach zu viel. „Wer nur surft und ein paar E-Mails schreibt, kommt mit einem Tablet locker aus“, sagt Timm Hoffmann. Ein gutes Drittel der Deutschen hat nach einer aktuellen Bitkom-Studie bereits Zugriff auf ein Tablet – Tendenz steigend.

Nicht nur zum Spielen werden Tablets immer interessanter. Die Zahl der Apps für alle möglichen Bereiche steigt. Aber nicht jede App ist ohne weiteres nutzbar. „Für Büroarbeiten sollten Tabletnutzer eine externe Tastatur anschließen“, rät Warentesterin Schwarz. Dabei brächten anspruchsvollere Arbeiten Tablets aber schnell an ihre Grenzen. Mancher Anwender dürfte an diesem Punkt dann wieder das Fazit ziehen: Nicht ohne mein Notebook.

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