zur Navigation springen

Euro-Krise in Griechenland : Neue Sparmaßnahmen: Tsipras bittet wieder Merkel um Hilfe

vom

Fast ein Jahr ist seit dem Start des dritten Hilfspakets für Griechenland verstrichen. Nun bittet Griechenland Kanzlerin Merkel erneut um Hilfe.

shz.de von
erstellt am 20.Apr.2016 | 11:01 Uhr

Athen | Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Ringen um weitere Sparvorgaben um Hilfe gebeten. In einem Telefonat am Dienstagabend habe er Merkel gesagt, dass seine Regierung nur die Maßnahmen in die Tat umsetzen werde, die im Juli 2015 in Zusammenhang mit dem dritten Hilfspaket für Griechenland vereinbart worden waren. Nach Recherchen griechischer Medien bat Tsipras Merkel, ihren Einfluss zu nutzen, damit die Gläubiger keine zusätzlichen Maßnahmen beschließen. Er könne dies in Griechenland politisch nicht vertreten. Weitere Sparvorgaben hätten demnach eine destabilisierende Wirkung.

In Athen laufen in dieser Woche Gespräche mit den internationalen Geldgebern über das Reformprogramm. Im Mittelpunkt stehen hauptsächlich Sparmaßnahmen im Umfang von 5,4 Milliarden Euro.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) besteht zudem auf Gespräche über ein sogenanntes „Sparprogramm auf Vorrat“ in Höhe von etwa drei Milliarden Euro. Dies solle in Kraft treten, falls Athen das von den Gläubigern gesetzte Ziel eines primären Überschusses (ohne Schuldenbedienung) 2018 nicht erreichen sollte.

Tsipras soll laut bild.de in dem etwa 20-minütigen Gespräch mit Merkel dargelegt haben, dass er schon bisher keine Mehrheit mehr für Reformen in der eigenen Partei und im Parlament habe, für zusätzliche erst recht nicht. Der griechische Regierungschef verfügt über eine knappe Mehrheit von 153 der 300 Abgeordneten im Athener Parlament.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen