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Streaming-Dienst : Netflix will Verschlüsselung einführen

vom
Aus der Onlineredaktion

HTTPS soll die Nutzer schützen – auch vor Bespitzelungen. Neue Zahlen zeigen, wie gut der Streamingdienst ankommt.

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2015 | 14:56 Uhr

Der Streamingdienst Netflix will im Laufe des kommenden Jahres die Verschlüsselung mit HTTPS einführen. Das teilte Netflix in einem Schreiben an seine Aktionäre mit. Damit soll laut Netflix zum einen die Privatsphäre der Nutzer geschützt werden, besonders in öffentlichen drahtlosen Netzwerken, und zum anderen der Internet Service Provider sowie der Arbeitgeber von Bespitzelungen abgehalten werden.

Netflix ist ein Streaming-Dienst, bei dem Filme und Serien direkt aus dem Internet abgespielt werden. Die Nutzer zahlen dafür eine Abo-Gebühr. Netflix investiert massiv in die Produktion eigener Inhalte. Erfolgreiches Beispiel ist die Serie „House of Cards“ mit Oscar-Preisträger Kevin Spacey in der Hauptrolle.

HTTPS (HyperText Transfer Protocol Secure) ist ein Kommunikationsprotokoll im World Wide Web, um Daten abhörsicher zu übertragen. Verwendet wird es zur Herstellung von Vertraulichkeit und Integrität in der Kommunikation zwischen Webserver und Webbrowser.

Ohne Verschlüsselung sind über das Internet übertragene Daten für jeden, der Zugang zum entsprechenden Netz hat, als Klartext lesbar. Mit der zunehmenden Verbreitung von offenen unverschlüsselten WLAN-Netzen nimmt die Bedeutung von HTTPS zu, da damit die Inhalte unabhängig vom Netz verschlüsselt werden können.

Netflix verzeichnet dank eigener Serien und der rasanten internationalen Expansion einen kräftigen Kundenzulauf. Im ersten Quartal 2015 stieg die Nutzerzahl um rund 4,9 Millionen auf weltweit über 62 Millionen.

Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 1,57 Milliarden Dollar (1,47 Milliarden Euro). Der Gewinn sank hingegen von 53,1 auf 23,7 Millionen Dollar, wie Netflix nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte. Ein Grund dafür war der starke Dollar, der die Auslandseinnahmen bei der Umrechnung in die US-Währung niedriger erscheinen lässt.

Netflix-Chef Reed Hastings führte das Wachstum der Nutzerzahlen auf die Popularität von Eigenproduktionen zurück. In den vergangenen Monaten startete die dritte Staffel der Polit-Serie „House of Cards“ sowie neue Serien wie „Unbreakable Kimmy Schmidt“ und „Bloodline“.

Von Klassikern wie „Breaking Bad“ bis hin zu Neulingen wie „Fargo“ – auch shz.de ist im Streamingfieber. Unsere Lieblingsserien und warum Sie unbedingt reinschauen sollten.

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