Streaming : Netflix und der etwas andere Seitensprung

Die US-Schauspieler Mayim Bialik (l.) als Amy Farrah Fowler und Jim Parsons als Sheldon Cooper in einer Szene aus der Serie „The Big Bang Theory“
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Hier wird besonders häufig fremdgeschaut: die US-Serie „The Big Bang Theory“.

Was ist schlimmer: eine Affäre oder Netflix-cheating? Der Streaming-Dienst hat's herausgefunden.

shz.de von
16. Februar 2017, 16:38 Uhr

Amsterdam | Jemandem das Versprechen abzunehmen, eine Serie gemeinsam anzusehen, kann eigentlich nur zu Konflikten führen. Das Vorhaben nimmt in der Regel mehr als nur ein paar Stunden in Anspruch – und die Spannung zwischen den Sitzungen ist kaum auszuhalten.

Der Streaming-Dienst Netflix hat seine Nutzer in 29 Ländern – darunter auch in Deutschland – befragt, ob sie manchmal „fremdschauen“, also alleine oder mit jemand anderem heimlich eine Serie weiter streamen, statt zu warten. Das Phänomen sei weltweit geradezu „zur Normalität geworden“, hat Netflix herausgefunden. 46 Prozent der Streaming-Paare  weltweit (35 Prozent in Deutschland) haben zugegeben, bereits heimlich ohne den Partner weitergeschaut zu haben. 73 Prozent der Deutschen gaben als Grund für den Ausrutscher an, die Spannung nicht aushalten zu können, 61 Prozent der Fremdschauer würden es sogar wieder tun, wenn sie wüssten, dass sie dabei nicht erwischt würden. Das Gefährliche: Wenn die gesamte Staffel online steht, wartet die nächste Folge bereits auf den Zuschauer.

Besonders auf der Hut sein, sollten die Zuschauer von „The Big Bang Theory“, „Marvel’s Daredevil“, „The Walking Dead“ oder „Star Trek: Enterprise“ – hier wird besonders häufig fremdgeschaut. Und das ist kein Kavaliersdelikt: Immerhin acht Prozent der Befragten meinen, fremdschauen sei schlimmer als eine echte Liebesaffäre.

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