zur Navigation springen

Internet : Nachricht von Facebook

vom

Künftig soll es für SMS, Chat und Mails nur noch eine Anlaufstation geben. Und die hört auf den Namen Facebook. Doch Experten warnen bereits - vor Betrug.

shz.de von
erstellt am 18.Nov.2010 | 07:24 Uhr

Mit einem runderneuerten Postfach will Facebook seine Nutzer noch stärker an sich binden: SMS, Chat und elektronische Post laufen künftig unter einer Oberfläche ein und lassen sich dauerhaft archivieren. Damit diese geballten persönlichen Informationen sicher sind, tragen Nutzer allerdings eine noch größere Verantwortung, ihren Rechner vor Angriffen zu schützen. Facebook führt das System in den kommenden Monaten schrittweise ein, zunächst in den USA. Wann es in Deutschland verfügbar sein wird, ist unklar.
Bislang können Mitglieder des weltweit größten sozialen Netzwerks nur innerhalb der Plattform kommunizieren - über den internen Mail-Dienst sowie per Chat. Künftig sollen auch Nachrichten von außerhalb einlaufen können, etwa SMS und E-Mails. Um mit der Außenwelt kommunizieren zu können, erhalten Nutzer auf Wunsch eine Mailadresse mit der Endung @facebook.com.
Experten warnen vor Sicherheitsrisiken
Anders bei einigen früheren Produkteinführungen kündigte Facebook von vornherein strenge Datenschutzeinstellungen an. Nutzer können beispielsweise festlegen, dass E-Mails von Absendern, die nicht zu ihren Kontakten gehören, automatisch blockiert werden. "Anstatt sich Sorgen zu machen, dass die Mail-Adresse an die Öffentlichkeit gelangt, kontrolliert man jetzt, wer einen erreichen kann", erklärte das Unternehmen in seinem Blog.
Neben den Nachrichten soll zwar - wie überall auf der Plattform - personalisierte Werbung erscheinen. Firmenchef Mark Zuckerberg sicherte aber zu, dass dafür der Inhalt der Konversationen nicht ausgewertet werde. Die Bündelung so vieler privater Informationen birgt allerdings Risiken. Facebook ist bereits jetzt im Fokus von Kriminellen: Nach einer Studie des Sicherheitssoftware-Anbieters Kaspersky zielen rund 6 Prozent aller Phishing-Mails auf Nutzer des Sozialen Netzwerks.
Beim Phishing versuchen Betrüger, die Zugangsdaten zu Nutzerkonten zu stehen."Die neuen Funktionen vergrößern die Angriffsfläche der Facebook- Plattform und machen es für Cyberkriminelle noch verlockender, in die Nutzerkonten einzubrechen", warnt Sophos, ein Anbieter von Sicherheitssoftware.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen