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Matthies' Netzwelt : Monochromes Handy-Display: Wenn auf einmal alles grau ist

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Schwarz-Weiß gibt es heutzutage nicht mehr? Doch. Auf dem Smartphone.

Viele verschiedene Farben flimmern über ein Smartphone-Display. Manchmal nervt das. Vor allem die kleinen roten Punkte über einem App-Icon, die „Badges“, können penetrant sein. Ständig erinnern sie daran, dass es noch ungelesene Nachrichten gibt. Also Aufgaben, die erledigt werden wollen. Doch das rote Leuchten kann ausgestellt werden. Das geht mit einem Wisch.

Auf einem Apple- oder Android-Gerät lassen sich als Farbfilter Graustufen einstellen – zack, sind Farben die Vergangenheit und Schwarz-Weiß die Gegenwart. Nun kommen Retro-Gefühle auf. Videos sehen aus wie Schwarz-Weiß-Fernsehen und das Display wie aus den 90er-Jahren. Schön. Oder nicht?

Manche Bilder sehen schwarz-weiß tatsächlich netter aus. Insgesamt wirkt vieles erstmal klarer und aufgeräumter. Auch für Entwickler ist die Funktion bestimmt sinnvoll. Sie sehen so besser, wie etwa Nutzer mit Rot-Grün-Sehschwäche oder Farbblinde ihr Display wahrnehmen.

Für alle anderen jedoch können die Graustufen schnell lästig werden. Sogar lästiger als die roten Badges. Die Orientierung geht verloren. Anscheinend haben wir uns an gewisse Designs gewöhnt. Auch wer oft auf Grafiken schaut, wird schnell ernüchtert. Genauso kann der Reiz an vielen Spielen abhanden kommen.

Besonders schlimm ist es aber beim Zurückwechseln von Graustufen auf den Farbmodus. Alle Benachrichtigungen, die eben links liegen blieben, rücken wieder ins Blickfeld. Und es sind mehr als vorher.

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erstellt am 27.Jun.2017 | 06:30 Uhr

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