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Henckes Netzwelt : Mörderische Frauen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Avada Kedavra!“ – Wenn Frauen in Spielen töten, nutzen sie einer Studie zufolge keine Schusswaffe.

Bei der weiblichen Spielerschaft gehört das Genre der Egoshooter zu den unbeliebtesten Arten der interaktiven Unterhaltung. Das ergaben kürzlich Untersuchungen von „The Quantic Lab“, einem Umfrage-Projekt der Spieleforscher Nick Yee und Nic Ducheneaut. Eine neue Studie liefert auch einen möglichen Grund: Schusswaffen. Die nämlich finden Frauen offenbar so langweilig, wie ein Faultier eine schnelle Bewegung.

Das bedeutet allerdings nicht, dass weibliche Spieler ungerne töten. Sie tun dies in Spielen genauso gerne wie Männer, nur die Mordwaffen sind andere, wie der Autor der Studie Kaleb Embaugh schreibt. Frauen greifen demnach lieber zu Nahkampfwaffen wie Messern oder Schwertern, nutzen Pfeil und Bogen oder aber magische Zauber.

Frauen ziehen daher konsequenterweise Fantasy- und Mittelalter-Inhalte bei Spielen Science-Fiction vor. Auch tendierten Frauen eher zu magie- und naturverbundenen Völkern, während Männer laut Studie eher auf Seiten der technischen Fraktion stehen, sobald es bei einem Spiel eine solche Auswahlmöglichkeit gibt.

Mit diesen Erkenntnissen und der Tatsache, dass mittlerweile knapp 50 Prozent der Spieler Frauen sind, ist klar, worauf die Entwickler künftig achten müssen. Digitale Spiele sind lange keine reinen „Männerspielzeuge“ mehr. Trotzdem richten sich viele Spiele noch immer in erster Linie an männliche Spieler. Es gibt ein Überangebot an Adventure-Games und Egoshootern. Mit dem Wissen, dass es vielleicht nur an dem Setting und der Waffenauswahl liegt, öffnen sich für die Gamesbranche völlig neue Welten. Und da laut Studie auch Männer den unkonventionellen Waffen offen gegenüberstehen, lassen sich vielleicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

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erstellt am 21.Feb.2017 | 10:15 Uhr

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