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Wahrheit oder Lüge? : Mit diesen Tricks wollen Forscher Lügner bei WhatsApp entlarven

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Forscher wollen herausgefunden haben, woran man erkennt, ob der Chatpartner lügt oder nicht.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2017 | 15:16 Uhr

Noch nie war es so einfach zu flunkern wie heute. Wenn wir ehrlich sind, hat doch jeder von uns schon einmal eine kleine Notlüge über WhatsApp verschickt, oder? Niemand schaut einen dabei kritisch an, und man muss nicht nochmal antworten, wenn man nicht will. Doch geht es nach Wissenschaftlern einer der renommiertesten Privatunis der Welt, der New Yorker Cornell University, können WhatsApp-Lügner ab sofort überführt werden.

1703 Konversationen wurden in ihrer Studie untersucht, 351 Nachrichten schauten sich die Wissenschaftler näher an – denn sie enthielten mindestens eine Unwahrheit. Das erste Ergebnis: Nachrichten mit Lügen sind im Schnitt länger (8,2 Wörter) als ehrliche Textnachrichten (7,4 Wörter). Man muss seinem Absagegrund schließlich auch Hand und Fuß geben.

Zweites Ergebnis: Männer und Frauen flunkern unterschiedlich. Die Damen nutzen mehr Füllwörter („versuchen“ oder „einige“) und Pronomen, vor allem das Wort „ich“ (Beispiel: „Sorry, ich habe den Bus nicht mehr geschafft“). Männer hingegen lügen mit Worten und Attributen, die ihnen gehören („Mein Wecker hat irgendwie nicht geklingelt“). Generell sei es bei ihnen aber schwieriger, eine Lüge zu entlarven, schreiben die Wissenschaftler. Denn die Lügen unterscheiden sich kaum von den wahren Textnachrichten. Lediglich die Wörter „wahrscheinlich“ und „sicherlich“ tauchen in ihren Lügen häufiger auf.

All zu lange dürften sich die Erkenntnisse allerdings nicht halten. Denn so leicht lassen wir uns beim Flunkern doch nicht in die Karten schauen. Mein Wecker hat übrigens heute Morgen auch nicht geklingelt. War das jetzt die Wahrheit? Was meinen Sie?

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