zur Navigation springen

Microsoft will „Minecraft“-Entwickler kaufen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

von
erstellt am 10.Sep.2014 | 18:10 Uhr

Der US-Softwareriese Microsoft steht laut Medienberichten kurz vor dem Kauf der Firma hinter dem Videospiel „Minecraft“.

Das schwedische Unternehmen Mojang solle bei dem Geschäft mit mehr als zwei Milliarden Dollar (1,55 Mrd. Euro) bewertet werden, schrieben das „Wall Street Journal“ und „Bloomberg“ unter Berufung auf informierte Personen. Die Übernahme könne noch in dieser Woche besiegelt werden. Beide Unternehmen wollten sich nicht äußern.

Die Übernahme käme überraschend, da sich Mojang-Gründer Markus Persson bislang stets gegen große Investoren gesträubt habe. Noch vor zwei Jahren wetterte er auf Twitter gegen Microsoft und sträubte sich, sein populäres Spiel für das neue Betriebssystem Windows 8 zu adaptieren. Er kritisierte, dass der Konzern seine Plattform nicht für unabhängige Entwickler offenhalte. Auf den großen Spielekonsolen von Sony und Microsoft läuft „Minecraft“ allerdings. Erst kürzlich kam eine Version für die Konsolen Playstation 4 und Xbox One.

Für Microsoft-Chef Satya Nadella wäre es der erste große Einkauf, seit er den Posten im Februar von Steve Ballmer übernommen hat. Eine Übernahme würde zu der von Nadella angestrebten „Plattform-Strategie“ passen, die für den Aufbau einer großen Kundengruppe unbedingt erforderlich sei, schätzt Mark Skilton, Professor an der Warwick Business School bei London. Demzufolge könne Nadella vor allem an den 100 Millionen registrierten Nutzern interessiert sein, die „Minecraft“ inzwischen hat. Nadella hatte bereits angekündigt, Videospiele seien ein guter Weg für den Konzern, im Geschäft mit Smartphones zu expandieren.

In den App-Stores zählt „Minecraft“ zu den Verkaufsschlagern. Für Microsofts Windows Phone ist das Spiel bislang nicht erhältlich. Seit es 2009 auf den Markt kam, wurde „Minecraft“ mehr als 50 Millionen mal verkauft.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen