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Henningsens' Netzwelt : Meine Zukunft ist magenta

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Gesprächsabbrüche und UMTS-Funklöcher mitten in der Innenstadt: Mobilfunk-Netzbetreiber lassen in Schleswig-Holstein immernoch zu wünschen übrig, meint Kolumnist Ralf Henningsen.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2014 | 04:00 Uhr

Als mein Wecker gestern um 6.45 Uhr klingelte, hatten E-Plus und Telekom schon ganze Arbeit geleistet. Meine Handynummer war über Nacht vom E-Plus-Netz ins Telekom-Netz übertragen worden, völlig reibungslos. Rufnummern-Portierung – eine Aufgabe, die die vier Mobilfunk-Netzbetreiber mittlerweile durchgängig mit Bravour erledigen. Sogar die vorzeitige Übertragung aus laufenden Handyverträgen zu einem anderen Anbieter ist möglich. Nur im Festnetz ist der Wechsel noch riskant; die Beschwerdestelle der Bundesnetzagentur kann ein Lied davon singen.

Seit 1998 ist die Nummernmitnahme im Festnetz möglich, seit November 2002 auch im Mobilfunk. Weil wir unseren Lesern lieber etwas berichten, was wir selbst zuvor ausprobiert haben, wechsle ich seitdem kreuz und quer zwischen den Netzen von Telekom, Vodafone, E-Plus und o2. Das kostet zwar jedes Mal zwischen 25 und 30 Euro, doch meist winkt dafür eine 25-Euro-Gutschrift beim neuen Anbieter.

Jetzt kommt also das D1-Netz der Telekom, vermittelt durch unsere Büdelsdorfer Nachbarn von  Mobilcom. Mal sehen, wie sich das vielbeworbene „beste Netz“ im Alltag schlägt.  Die vergangenen sechs Wochen mit Aldi-Talk im E-Plus-Netz waren keineswegs schlecht – in Hamburg und Berlin kam ich dank LTE-Ausbau sogar auf Datenraten jenseits der 50 Megabit, und zwar ohne Aufpreis. Positiv waren auch die Roaming-Gebühren: Für ankommende Anrufe im EU-Ausland kassiert Aldi-Talk keine Gebühren mehr. Ein Vorteil, den ich leider schon an Strandtagen in Glücksburg nutzen musste. In Sandwig  funkten nur sieben Netze – drei deutsche und vier dänische. Von E-Plus keine Spur.

Das o2-Netz leistete sich stets dann Gesprächsabbrüche, wenn ich mit dem Auto durch die Flensburger Innenstadt fuhr – unverzeihlich. Am  D2-Netz von Vodafone gab es wenig zu mäkeln  – abgesehen von einem UMTS-Funkloch mitten auf dem Flensburger Holm – unglaublich.  Und der Datenübertragung via Edge, die faktisch nicht stattfand.

Aber auch D1  wird nur ein kurzes Intermezzo. Die Kündigung liegt schon bereit.

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