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Dreyklufts Netzwelt : Meine Wünsche für das Smart Home

vom
Aus der Onlineredaktion

Per Internet lässt sich das gesamte Heim steuern und messen. Dafür hat unser Kolumnist zwei Wünsche an die Politik.

von
erstellt am 14.Feb.2017 | 17:18 Uhr

Als ich Anfang der Achtziger meinen ersten Heimcomputer auspackte (ein Sinclair ZX 81), stand eine Vision im Raum: Damit könne man, prinzipiell zumindest, sein Heim steuern. Damals war das Science-Fiction, heute ist es Realität. Lampen, Thermostate, Rauchmelder, Kameras, Jalousien, all das lässt sich inzwischen über das Internet bedienen. Das „Internet of Things“, auch „Smart Home“ genannt, ist da.

Auch die Politik hat das Thema entdeckt. So rief gestern Bundesjustizminister Heiko Maas nach Berlin zur Konferenz „Smart Home – Wie digital wollen wir wohnen?“ „Total digital “, ist meine Antwort. Der Minister gab das Mantra von sich: „Wo große Chancen sind, bleiben auch Risiken“ und betonte das urdeutsche Prinzip der Datensparsamkeit.

So ein Unsinn! Da schaffe ich mir Geräte an, die vor allem Daten sammeln sollen, die sie aber „sparsam“ erheben? Da bin ich ausnahmsweise ganz nah bei meiner #Neuland-Bundeskanzlerin, die das für „vergangenes Jahrhundert“ hält. Dennoch habe ich zwei Wünsche an die Politik für das Smart Home:

  1. Bitte verbietet, dass Hersteller Geräte anbieten, die ausgeliefert werden mit Zugangscodes nach dem Muster „0000“. Ich wünsche mir eine gesetzliche Verpflichtung, dass der Zugang zu meiner Wohnzimmer-Überwachungskamera so sicher ist, dass nur ich sehen kann, was der Hund in meiner Abwesenheit anstellt. Und das muss einfach zu bedienen und der Code zu ändern sein!
  2. Keine Datensparsamkeit, aber volle Kontrolle über meine Daten: Ich möchte einfach alle gespeicherten Daten auslesen können und die Daten unwiderruflich löschen können, die ich löschen will. Herstellern sollte verboten werden, von vermeintlich gelöschten Daten Kopien auf ihren Servern zu lassen.
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