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Powerbank : Mehr Saft fürs Smartphone

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die verzweifelte Suche nach Steckdosen hat mit einer Powerbank ein Ende. Doch die mobile Stromtanke hält nicht immer, was sie verspricht.

Drei Wetter-Apps gecheckt, das neuste Spiel heruntergeladen – und schnell noch die umfangreiche Selfie-Kollektion erweitert: Im Laufe eines Smartphone-Lebens sammelt der Daten-Messie immer mehr Apps und Dateien auf Gerät – während zeitgleich der Akku nachlässt. Die Folge: Besonders wenn man viel unterwegs ist, verabschiedet sich das Smartphone schon am Nachmittag.

An Reisetagen, auf Festivals oder im Campingurlaub kann man dem entkräfteten Begleiter daher mit einer sogenannten Powerbank neues Leben einhauchen. So wird das Smartphone noch mobiler, selbst wenn keine Steckdose in der Nähe ist. Powerbanks werden über ein kurzes USB-Kabel mit dem Smartphone verbunden und schon fließt der Strom. Besonders kompakte Varianten lassen sich sogar mit einem Klettband am Telefon befestigen und stören damit kaum noch.

„Im Urlaub oder auf längeren Geschäftsreisen empfiehlt sich ein Akku mit deutlich mehr Kapazität als der des internen Akkus“, rät  Thomas Johannsen, Chefredakteur von „Tablet PC“. „Diese haben meist 2000 bis 3000 Milliamperestunden (mAh), man könnte also mit einer Powerbank von 5000 mAh das Smartphone mindestens einmal komplett aufladen und hätte für brenzlige Situationen sogar noch etwas Restkapazität.“ Als reiner Notfall-Akku reichten um die 2000 mAh oder weniger, um wenigstens noch die wichtigsten Anrufe erledigen zu können.

Beim Kauf der kleinen Kästen sollten Verbraucher den Angaben auf der Packung aber nicht blind vertrauen: Vor allem bei der Kapazität versprechen die Hersteller oft zu viel. Das hat die Zeitschrift „Computerbild“ bei einem Test von 24 aktuellen Powerbanks herausgefunden.

Die Kapazität geben die Hersteller in der Regel in Milliamperestunden an. Um Smartphone oder Tablet aufzuladen, müssen die Geräte den gespeicherten Strom aber erst umwandeln, so die Tester. Dabei geht ein Teil der Energie verloren. In der Praxis haben kleinere Akku-Tankstellen so oft gar nicht genügend Strom, um ein Smartphone mit etwas größerem Akku komplett aufzuladen. Die Differenz zwischen Versprechen und Realität fällt je nach Modell und Größe unterschiedlich aus. Kleine Packs mit einer theoretischen Kapazität um 3000 mAh schaffen den Angaben nach in Wahrheit nur bis zu 2000 mAh. Die größten Varianten sollen eigentlich 20  000 mAh liefern, tatsächlich sind es aber höchstens 13.500.

Enttäuschungen drohen Käufern auch bei der Geschwindigkeit. Denn so schnell wie an der Steckdose laden Powerbanks ein Gerät nur dann auf, wenn beide Geräte mit der gleichen Stromstärke arbeiten. Lädt ein Tablet dagegen zum Beispiel mit 2400 Milliampere, bekommt vom Stromspeicher aber nur 1800 Milliampere, verlängert sich die Ladezeit um gut ein Drittel. Bei Smartphones gibt es dieses Problem nur selten.

Mit „gut“ bewertete kleine Powerbanks kosten den Angaben nach etwa 30 Euro, für die größten Modelle mit den besten Noten müssen Verbraucher 40 bis 60 Euro einplanen. Solche Stromspeicher liegen mit einem Gewicht von um die 500 Gramm allerdings auch schwer in der Tasche. Die leichtesten Mini-Modelle bringen dagegen weniger als 100 Gramm auf die Waage.

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