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Henckes Netzwelt : Klempner Mario braucht Netz

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die App „Super Mario Run“ wird Fans und Nicht-Fans begeistern – doch einen Haken hat die Sache.

von
erstellt am 20.Dez.2016 | 13:04 Uhr

Seit September konnte man sich benachrichtigen lassen, wann das neue Jump’n’Run „Super Mario Run“ endlich veröffentlicht wird. Ende vergangener Woche war es dann soweit. Mit zehn Euro ist das Spiel eines der teureren im Apple-Store, Nintendo-Fans wird das aber nicht aufhalten. Das Spiel wurde während der Präsentation des neuen iPhone 7 im September vorgestellt, und schon da setzte bei den Fans Schnappatmung ein. Nach der Registrierung kann es losgehen. Ungewohnt dürfte für die eingefleischten Marioaner sein, dass der Klempner im Dauerlauf-Modus durch die Level rennt. Der Spieler kann ihn lediglich beim Hüpfen und Springen bremsen. Zum Spielen bedarf es also nur einer Hand. Ansonsten bleibt es beim Hauptziel: Gegner platt machen und Münzen sammeln.

Mit der freien Hand kann man sich währenddessen – den Blick aufs Display gebannt – in der realen Welt vortasten, um nirgendwo gegen zu laufen.

Der Hype wäre sicherlich ungebrochen, wäre da nicht der Haken. Das Spiel benötigt permanent eine Internetverbindung. Eine Tatsache, die das Spiel bei jedem Verbindungsabbruch mit der Notiz quittiert: „Versuche es an einem Ort mit besserer Internetverbindung erneut.“ Als Zeitvertreib im Urlaub, im Bus, der Bahn oder in Schleswig-Holstein könnte sich schnell Enttäuschung breit machen. Zwar kann man das aktuelle Level zu Ende spielen, danach ist allerdings erstmal Schluss. Für einen Mehrspieler-Modus, bei dem man gegen Gegner aus der Nachbarschaft antreten kann, ist die Netzanbindung natürlich sinnvoll – aber sonst?

Nintendo hat sich mit dieser Entscheidung keinen Gefallen getan. Denn worum geht es bei so einem Spiel, wenn nicht um Zeitvertreib und kurzweiligen Spaß? Beides erfüllt „Super Mario Run“ eigentlich bedingungslos. Musik, Gestaltung und Spielgefühl sind toll – nur eben nicht offline. Das ist Schade.

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