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Mobile Spiele : Kampf der Knuddeltiere

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mario schwingt die Fäuste, Disneyworld wird zum Privatspielplatz und eine Ziege randaliert durch die Spielewelt. Der Oktober meint es gut mit mobilen Spielern und macht selbst vor nackten Vampiren in Tokio nicht Halt.

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erstellt am 09.Okt.2014 | 17:57 Uhr

Berlin | Wenn Mario und Prinzessin Peach ihre Beziehungsprobleme mit Fäusten austragen, Link das Masterschwert gegen seine Freunde erhebt und Kirby nicht mehr süß, sondern höchst aggressiv ist, dann ist es Zeit für „Super Smash Bros.“. Regelmäßig lässt Nintendo seine knuddeligen Charaktere aufeinander losgehen – erstmals wurden dafür 3DS und Wii U ausgewählt. Bei der chaotischen Prügelei, die mit bis zu vier Spielern am meisten Spaß macht, geben sich neben den Figuren der bekannten Nintendo-Serien auch Gaststars die Ehre. Etwa Mega Man, Pac Man oder Shulk aus „Xenoblade Chronicles“. Viele davon müssen erst freigespielt werden, wodurch sichergestellt wird, dass das Spiel auch alleine motivierend ist.

Jeder Kämpfer hat sein eigenes Set an Angriffen. Die Version für Nintendos Flaggschiff Wii U wird von den neuen Amiibo-Figuren Gebrauch machen. Das sind Sammelfiguren mit eingebauten NFC-Chips, die im Spiel neue Ereignisse freischalten. Ab 2015 soll auch der 3DS die Amiibos unterstützen. Der spaßige und bunte Prügler kostet für den 3DS etwa 45 Euro, für die Wii U 70 Euro.

Friedlicher geht es bei „Disney Magical World“ zu. Als Spieler erkundet man eine Welt, die sehr an das beliebte „Animal Crossing“ erinnert, besucht Shops, erledigt Aufgaben oder kann ein Café eröffnen. Von 60 Figuren wie Donald, Micky oder Goofy erhält der Spieler Aufgaben – hauptsächlich Kämpfe in Dungeons, Rhythmusspiele und Puzzles. Die Aufgaben sind vielfältig, abwechslungsreich und belohnen mit neuen Items und freigeschalteten Arealen.Genau wie bei „Animal Crossing“ gibt es kein echtes Ende oder konkretes Ziel – man soll sich einfach nur wohlfühlen und eine schöne Zeit im Disney-Reich verbringen. Theoretisch lässt sich „Magical World“ ewig spielen, auch wenn sich die Aufgaben schnell wiederholen werden. Die magische Welt ist ab Ende Oktober für 40 Euro geöffnet.

Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, das Leben einer Ziege nachempfinden zu können? Genau das machen die Entwickler des Coffee Stain Studios möglich. Der „Goat Simulator“ lässt den Spieler in das Fell einer Ziege schlüpfen – einer ziemlich gewalttätigen Ziege, um genau zu sein. Ziel ist es, möglichst viel Unheil in einer Kleinstadt anzurichten. Die verrückte Idee wurde zu einem Überraschungserfolg und ist nun auch für Android- und iOS-Geräte verfügbar. Käufer müssen für die mobilen Versionen 4,49 Euro investieren und können dafür als gehörnter Vierbeiner die Mitmenschen terrorisieren, zerstörerische Kettenreaktionen auslösen und sich am speziellen Humor des Titels erfreuen – alles inklusive verstörend lustiger Begleitmusik.

Wer es ungewöhnlich mag, kann auch einen Blick auf „Akiba’s Trip: Undead & Undressed“ werfen. Das Rollenspiel für die Playstation Vita ist so japanisch, wie es nur werden konnte. Der Spieler durchstreift Tokios Nerd-Viertel Akihabara, das von einer Vampirgruppe namens Synthisters befallen ist. Sie wandeln unbemerkt durch die belebten Straßen, können aber per Smartphone-App enttarnt werden. Im Kampf müssen die Untoten nicht nur besiegt, sondern vor allem entkleidet werden, damit sie dem Sonnenlicht ungeschützt ausgeliefert sind.

Das Rollenspiel verspricht eine offene Welt, die allerdings in viele kleinere Areale aufgeteilt ist. Dennoch bleibt das Spiel sehr linear und führt von Mission zu Mission, bis am Ende alle Vampire unschädlich gemacht sind. Weniger linear ist die Waffenwahl: Gekämpft wird mit allem, was einem in die Finger kommt. Das Spiel rund um nackte Vampire ist natürlich nicht sonderlich ernstzunehmen, schlüpfrig wird es dank üppiger Verpixelung auch nicht. Fans von japanischem Humor sind für rund 40 Euro dabei.

In „CounterSpy“ bleiben alle angezogen. Das ist auch gut so, denn als Spion im Kalten Krieg sollte der Spieler besser nicht auffallen. So schleicht er sich in feindliche Militärbasen, die in schicker 2D-Comic-Grafik so gar nicht bedrohlich wirken, dafür gut zum coolen Saxophon-Soundtrack passen. Das Spiel für das Playstation Network bietet bestes Agenten-Flair der 60er Jahre. Es werden Verstecke genutzt, Wachen unauffällig beseitigt und Fallen entschärft. Dabei darf unser Spion in bester Manier eines Doppelagenten gleich beide Supermächte unterwandern, um einen Atomkrieg zu verhindern. Zufallsgenerierte Level sorgen für Wiederspielwert, aber auch für fast schon unfaire Herausforderungen. „CounterSpy“ kostet im PSN 13 Euro.

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