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Fligges Netzwelt : Kamera sagt Verbrechen voraus

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine neue Technik soll anhand von Verhaltensmustern Kriminelle erkennen.

Lässt sich Verbrechen voraussagen? Während Deutschland noch diskutiert, ob Software Polizeiberichte durchsuchen darf, sind die Niederländer einen Schritt weiter. Forscher der Universität Amsterdam haben intelligente Kameras entwickelt, die „Gedanken lesen können“, berichtet die deutsche Ausgabe der Technology Review.

Das System des mit 4,5 Millionen Euro von der EU geförderten Projekts analysiert die Bewegungen der Gefilmten. Bei abnormalem Verhalten schlägt es Alarm. Das funktioniert so: Zunächst muss das Programm lernen. Schauspieler führen Situationen vor, die zu Gewalt führen. Dabei werden sie von Sensoren erfasst. Anhand dieser Verhaltensmuster schätzt die künstliche Intelligenz später das Aggressionspotential einer Szene ein.

Pirscht sich ein Mensch an einen anderen heran, kann es sich um einen Angriff handeln. Eine Lautsprecherstimme schlägt Alarm. Dabei könnte die Situation auch ein Spaß unter Freunden sein. Bei doppeldeutigen Bewegungsmustern ist das System dem Bericht zufolge noch fehleranfällig. Sollte es funktionieren, dürfte es endgültig zur totalen Überwachung führen. Wie wir uns in der Öffentlichkeit verhalten, sollte dann besser zweimal überlegt sein.

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erstellt am 09.Sep.2015 | 19:15 Uhr

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