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Maas' Netzwelt : Internet für Indien: Ein Smartphone für 3,35 Euro

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das „Freedom 251“ soll allen Indern den Zugang zum Internet ermöglichen. Skeptiker wittern Betrug.

Der Plan klingt zu schön, um wahr zu sein: Die indische Firma „Ringing Bells“ entwickelt ein wirklich billiges Smartphone – und macht für Arme einen wichtigen Schritt in Richtung gesellschaftliche Teilhabe. Der Name: „Freedom 251“. 251 Rupien – etwa 3,35 Euro – kostet das Smartphone, das Freiheit verspricht. Das „Freedom 251“ soll ein 4-Zoll-Display, einen 1,3-GHz-Prozessor, zwei Kameras mit 8 und 3,2 Megapixel und 8 GByte internen Speicherplatz haben. Das Problem: Kritiker glauben, dass es das Gerät nie geben wird. Manche reden sogar von Betrug.

Mohit Goel, Geschäftsführer von „Ringing Bells“, kündigte im „Indian Express“ an, die ersten Exemplare des Smartphones ab dem 30. Juni auszuliefern. Warum man seine Worte anzweifelt? Es gilt erstens unter Experten als ausgeschlossen, dass man zu diesem Preis kostendeckend ein Smartphone herstellen kann. Goel räumte ein, anfangs mit jedem Gerät Verlust zu machen.

Für noch mehr Stirnrunzeln sorgten zweitens Testgeräte für Journalisten: Die Smartphones stellten sich als Geräte des chinesischen Herstellers Adcom heraus. Das Logo war einfach übermalt worden. Das chinesische Modell ist zwar günstig, kostet aber immer noch das zehnfache der angepeilten 251 Rupien. Das Smartphone für alle wäre eine Sensation – ob sie kommt, zeigt sich diese Woche.

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erstellt am 27.Jun.2016 | 15:26 Uhr

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