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Deutscher Computerspielpreis : International Games Week: Berlin wird zur Spieler-Hochburg

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Games Week will die Bedeutung der Branche für Wirtschaft und Gesellschaft hervorheben.

shz.de von
erstellt am 25.Apr.2017 | 15:08 Uhr

Berlin | Die Games Week ist am Montag in Berlin gestartet. Mit über zehn verschiedenen Events will die Dachmarke sowohl Experten und Branchenkenner, als auch Games-Enthusiasten und Familien ansprechen. Offiziell eröffnet wird die siebentägige Veranstaltungsreihe am Montagabend auf dem Opening Summit mit Vertretern von Branche und Politik.

Die International Games Week ist eine der wichtigsten Veranstaltungen der Computerspiele-Branche. Sie richtet sich sowohl an Spieler als auch an Entwickler.

Die Veranstalter erwarten an den sieben Tagen vom Montag bis zum 30. April rund 15.000 Besucher in der Hauptstadt. Unter dem Motto „No games, no future“ will sich die Branche vor allem auch als wichtiger Wirtschaftsfaktor präsentieren und die wachsende gesellschaftliche Bedeutung von Spielen in den Vordergrund rücken. Nach Angaben des Branchenverbands BIU wurde mit Soft- und Hardware 2016 ein Umsatz von 2,9 Milliarden Euro in Deutschland erwirtschaftet.

Der französische Spieleentwickler Ubisoft nutzt die Gelegenheit, im Umfeld der internationalen Gamer-Szene seine Expansionspläne bekanntzugeben. In Berlin solle noch in diesem Jahr ein neues Studio seine Arbeit aufnehmen, sagte Benedikt Grindel, Leiter des deutschen Ubisoft-Studios Blue Byte in Düsseldorf. Innerhalb eines Jahres sollen bis zu 50 Mitarbeiter eingestellt werden, die dann an einem großen internationalen Titel („AAA-Game“) arbeiten werden. „Hier gibt es eine große Tradition, was Spiele betrifft“, sagte Grindel. Berlin sei ein „inspirierendes Pflaster“ und biete ein sehr kreatives Umfeld.

Seit 2014 vereint die International Games Week als Dachmarke zahlreiche Veranstaltungsformate, die ab kommenden Montag wieder Games-Fans und Fachpublikum in die Hauptstadt ziehen soll. An die Experten richtet sich die Konferenz Quo Vadis, die 2007 nach Berlin gekommen war. Über zwei Tage teilen Entwickler von Spielen wie „Assassin's Creed“ oder „Worms“ ihr Expertenwissen mit rund 3000 erwarteten Fachbesuchern.

Gekoppelt an die Fachkonferenz findet erstmals ebenfalls im Berliner Station das Making Games-Festival statt, auf dem Gamer etwa auch in direkten Kontakt mit den Machern ihrer Spiele treten können.

Unter dem Titel „Womenize!“ rücken Frauen und Mädchen in den Fokus der männerdominierten Branche. In Kooperation mit der Spieleschmiede Wooga können Mädchen um die 14 Jahre vor Ort in Workshops Grundlagen im Game-Design und der Entwicklung erlernen. An Retro-Fans und ganze Familien richtet sich das Gamefest im Computerspielemuseum.

Mit einer Ausstellung und kleinem Konferenzprogramm dreht sich bei „A Maze“ alles um die „Indie-Szene“, um unabhängige Entwickler, Kreative und Medienkünstler.

Als einer der Höhepunkte wird am Mittwochabend der Deutsche Computerspielepreis (DCP) vergeben. Auf einer Gala werden die 36 besten deutschen Computerspiele und Konzepte des Jahres 2017 mit einem Preisgeld von insgesamt 550.000 Euro gekürt.

Kategorie (Auswahl) Nominierte
Bestes Spiel

- „On Rusty Trails“ des Berliner Black Pants Studios

- „Portal Knights“ der Frankfurter Keen Games

- „Shadow Tactics – Blades of the Shogun“ der Mimimi Productions aus München

Beste Innovation

- „Fightlings“ von Thoughtfish

- „Holocafé“  des gleichnamigen Studios  aus Düsseldorf

- „VR Coaster Rides und Coastiality App“ von VR Coaster in Kaiserslautern

Bestes mobiles Spiel

- „Galaxy on Fire 3 – Manticore“ von Deep Silver Fishlabs aus Hamburg

- Koch Media aus Planegg, „Glitchskier“ von Shelly Alon aus Hamburg

- „Twisted Lines“ von Megagon Industries in Berlin

 

„Wir loben in diesem Jahr das höchste Preisgeld der DCP-Geschichte aus“, sagte Jury-Vorsitzende und Parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär (CSU). Es gab insgesamt 453 Einreichungen, die in 13 Kategorien von einer 50-köpfigen Jury bewertet wurden. Neben der Wertung der Jury gibt es auch einen Publikumspreis.

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