Sicherheitslücke : Intel-Chef verkaufte millionenschweres Aktienpaket

Ein Schelm, der Böses denkt, meint unsere Verbraucherschutzexpertin Waltraud Messmann. Ein Kommentar.

shz.de von
04. Januar 2018, 22:36 Uhr

Die schlechte Nachricht zuerst: Durch die neu entdeckte Sicherheitslücke ist auf unserer Hardware, vom PC über das Smartphone bis zu Geräten im vernetzten Zuhause kein hundertprozentiger Verlass mehr.

Da der Kern des Problems eine Schwachstelle in einem branchenweit angewandten Verfahren bei der Herstellung von Computerchips ist, betrifft es Milliarden Geräte. Und solange es keine zuverlässige Lösung gibt, können wir unsere Träume von einem sicheren Alltag im smarten Zuhause und einer entspannten Fahrt im autonomen Auto ad Acta legen. Wie es aussieht, wird sich das auch so schnell nicht ändern.

Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Intel-Chef Brian Krzanich hat ein millionenschweres Aktienpaket des Unternehmens noch rechtzeitig vor Bekanntwerden der Schwachstelle verkauft. Krzanich hat jetzt nur noch die exakt 250.000 Intel-Anteile, die er laut den Richtlinien des Unternehmens mindestens halten muss. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

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