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Dreyklufts Netzwelt : IBM zapft Twitter an

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Tweets sollen Firmen helfen, ihre Kunden besser zu verstehen. IBM benutzt dafür ein Programm mit „künstlicher Intelligenz“. Unser Kolumnist fragt: ein Marketing-Gag?

Big Data, das Auswerten großer Datenmengen, da denken die meisten von uns wohl vor allem an Facebook und Google. IBM hatte ich bislang nicht so im Sinn.

Auf der Cebit wurde gestern eine Zusammenarbeit mit Twitter der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Mithilfe einer Software will IBM im Auftrag von Kunden Millionen von Tweets untersuchen mit Fragen wie: „Warum verkauft sich mein Produkt in Südamerika so gut? Warum lieben die Kunden den Service meines Konkurrenten?

IBM bedient sich dabei eines Computerprogramms namens „Watson“, das parallel auf einer Reihe von Hochleistungsservern läuft und das Ziel hat, menschliche Sprache zu verstehen und auch in menschlicher Sprache antworten zu können. Nach einer Definition des britischen Mathematikers Alan Touring (1912 bis 1954) besitzt eine Maschine dann „künstliche Intelligenz“, wenn ein Mensch sich mit ihr unterhalten kann und nicht merkt, dass es eine Maschine ist. „Watson“ wurde berühmt , weil das Programm 2011 beim TV-Quiz „Jeopardy“ gewann.

Auf Watsons Superhirn dürfen IBM-Kunden per Internet, heute sagt man „Cloud“, zugreifen. In einem Video verspricht IBM Unternehmen wahre Wunder.

Ein Selbstversuch zeigt: Wunder brauchen trotz Cebit etwas länger. Das Anmelden unter watson.analytics.ibmcloud.com ist einfach. Aber mit Twitter ist noch nichts. Das System versteht aktuell nur Daten im Format CSV und Excel-Tabellen. Nur ausgewählte IBM-Kunden haben Zugang zu Twitter-Daten. Big Data ist für Unternehmen sicher ein wichtiges Thema. Twitter, der Eindruck bleibt, vielleicht nur ein Marketing-Gag.

 

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erstellt am 17.Mär.2015 | 17:23 Uhr

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