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Henckes Netzwelt : Holga 2.0 – es werde digital

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Spaßkamera, die seit 1982 das Herz von Fotografen höher schlagen lässt, gibt es jetzt auch ohne Film.

von
erstellt am 07.Sep.2015 | 11:31 Uhr

Fotografen in aller Welt haben sie sicher schon mal ausprobiert – oder haben es zumindest vor. Seit 1982 gibt es die „Holga“-Kamera. Eine Spielzeug-Rollfilm-Knipse. Auch die Plastikobjektive aus dem „Holga“-Projekt sitzen auf vielen Kameras. Die Fotos aus der Volkskamera sind auf ihre eigene Art besonders. Sie leben von leichter Unschärfe abseits der Mitte, interessanten Farben und Vignettierungen (Abschattungen in den Ecken). Gerne wird die „Holga“-Kamera auch in der schwarz-weiß-Fotografie eingesetzt. Für die einen ist sie ein Experimentier-Teilchen, für andere das Maß aller Dinge für Instagram-Fotos ohne Instagram.

Bisher gab es die Kamera nur analog, sprich mit Film. Es gab zudem zahlreiche Plastiklinsen auch für digitale Kameras. Mit einem Crowdfunding-Projekt soll die Kamera aus Hong Kong jetzt mit einem 8-Megapixel-Sensor aus einem Smartphone ausgestattet werden. Dazu kommen vier Gehäusefarben, die Blenden 2,8 und 8 sowie eine Verschlusszeit von 1/60 Sekunde. Ergänzt um eine SD-Karte entfällt künftig das Entwickeln des Films. Dabei soll die Kamera trotzdem alles das bieten, was von einer „Holga“ erwartet wird. Die Entwickler wollen die Kamera vor Ort in Hong Kong montieren, testen und versenden. Sogar die Bauteile stammen aus lokaler Fertigung.

Die Crowdfunding-Kampagne hat bei dem Portal „Kickstarter“ bereits 1550 Unterstützer, die über 188.000 kanadische Doller gespendet haben. Das Ziel von 50.000 Dollar ist somit weit überschritten. Die Fanbase der Spielzeugkamera ist groß. Die Kamera kann bereits vorbestellt werden und kostet in der einfachsten Ausführung 75 Dollar (rund 51 Euro). Endlich digital werden viele denken, die bisher zu viel Respekt vor der analogen Version hatten.

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