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Maas’ Netzwelt : Haarige Wearables: Wenn „Hairware“ das Handy steuert

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Armbänder, Uhren, Brillen – das ist alles kalter Kaffee. Das neueste Gadget versteckt sich auf dem Kopf.

Wenn gerade kein Smartphone zum Daddeln griffbereit ist, spielen viele (oft weibliche) Zeitgenossen mit ihren Haaren, zwirbeln Strähnen um den Finger, wuscheln. Dazu gibt es viele Theorien: Nervosität, Unsicherheit oder sogar ein Flirt-Signal? Künftig könnte es sein, dass Ihr Gegenüber so einfach gerade ein Foto geknipst hat.

Gegen die metallisierten Extensions der Ingenieurin Katia Vega aus Rio de Janeiro sehen die gängigen Armbänder, Uhren und Brillen der großen Unternehmen blass aus. Die Strähnen wirken wie menschliches Haar, sind aber Sensoren, die auf Berührung reagieren. Im Klartext heißt das: Zwirbeln der Haarspitzen – das Gespräch wird aufgenommen. Glattstreichen des Ansatzes – der Standort wird versendet. Wuscheln in der Mitte – zack, ein Foto. Vega will dieses Projekt auf den Markt bringen und plant laut dem Technik-Blog Golem sogar eine Variante für Männer – versteckt im Hipster-Vollbart.

Bei „Hairware“ geht es um Sicherheit, darum, unauffällig Hilfe zu rufen. Eigentlich ist das eine gute Sache. Das Projekt wirft aber auch unangenehme Fragen auf. Zum Beispiel: Wer hat eigentlich Aufnahmen von mir – Bilder, Gespräche? Und was machen die Leute damit?

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erstellt am 14.Apr.2015 | 13:23 Uhr

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